Endlich wieder herzig

Der neue Renault Twingo im Test

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Highlights: Außen kleiner, innen größer, Heckantrieb und fünf Türen. 

Wir sind versöhnt. Nachdem Renault seinen charismatischen Ur-Twingo von 1993 in zweiter Generation mittels beliebiger Optik quasi gemeuchelt hat, kittet die Neuauflage unser gebrochenes Herz wieder vollends. Zum treuherzigen und humorvollen G'schau kommt ein gerüttelt Maß an Dynamik. Beim Heck wurden Anleihen beim legendären R5 Turbo gemacht. Eine künftige (und sicher kommende) R.S.-Version kann man sich mehr als bildlich vorstellen.

Der neue Renault Twingo im Test
© Renault

Angedeutete Luftauslässe neben dem Nummernschild wie beim R5 Turbo.

Seine knackige Optik verdankt der Twingo auch seinem langen Radstand (+12 cm) und den damit verbundenen kurzen Überhängen. Weiterer daraus resultierender Vorteile: trotz geschrumpfter Außenlänge gibt es mehr Platz im Fond, der erstmals über eigene Zutrittsportale verfügt. In der Seitenansicht erinnert der Cityflitzer etwas an den Fiat 500, wirkt aber insgesamt etwas sportlicher als sein italienischer Konkurrent.

Heckantrieb
Der Motor wanderte aufgrund der Zusammenarbeit mit Smart vom Bug ins Heck – der Twingo nutzt die selbe Plattform wie der neue forfour . Darunter leidet zwar das Kofferraumvolumen (minus 11 Liter), dafür lassen sich die Lehnen der Fondsitze und des Beifahrersitzes umlegen, was das Verstauen von bis zu 2,31 Meter langem Ladegut ermöglicht. Der Heckantrieb ist überhaupt die Quintessenz des neuen Twingo. Zum einen lassen sich die von räumlicher Enge befreiten Vorderräder nun statt um 30 um 45 Grad einschlagen. Das bedingt einen Wendekreis, bei dem man vermeint, der Twingo drehe sich um die eigene Achse. Dem Fahrspaß kommt die neue Hecklastigkeit ebenfalls zupass. Der Twingo wieselt behände durchs Großstadtgewühl. Als Antrieb fungieren zwei 3-Zylinder-Benziner mit 70 oder 90 PS, wobei bereits Ersterer für City-Agenden absolut ausreicht.

Der neue Renault Twingo im Test
© Renault

Innen geht es aufgeräumt und durchdacht zu. Der Touchscreen kostet Aufpreis.

Innenraum
Zu erwähnen sind noch das erfrischende Cockpitdesign und durchdachte Details wie ein herausnehmbares, als Handtasche nutzbares Handschuhfach und cleverer Smartphone-Anbindung. Bei den Materialien dominiert zwar Hartplastik, dieses wurde aber adrett gestaltet und ist solide verarbeitet. Auf dem optionalen Touchscreen können sogar Smartphone-Inhalte angezeigt werden. Der neue Twingo ist also auch in Sachen Vernetzung auf Höhe der Zeit. Das muss er aber auch sein, denn Konkurrenten wie etwa der ebenfalls brandneue Peugeot 108 beherrschen solche Spielereien auch.

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Preise
Die Preisliste startet bei 9.990 (Life, SCe 70) und endet bei 13.290 Euro (Intens TCe 90). Das Techno-Paket mit 7-Zoll-Touchscreen und Navi kommt auf günstige 960 Euro. (zac)

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Technische Daten
Motoren: 3-Zylinder-Benziner - SCe 70: 70 PS, 91 Nm; TCe 90: 90 PS, 135 Nm
Verbrauch: SCe 70: 4,2 l/100 km; TCe 90: 4,3 l/100 km
Abmessungen: 3,56 x 1,64 x 1,53 m (L x B x H)
Leergewicht: 864 bis 943 kg
Kofferraum: 188-980 Liter
Preis: ab 9.990 Euro (SCe 70)

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