80 Austrofirmen bei größter Biomesse
80 Austrofirmen bei größter Biomesse
80 Austrofirmen bei größter Biomesse

Nürnberg

80 Austrofirmen bei größter Biomesse

Deutschland immer wichtigerer Exportmarkt für heimische Bio-Produkte. Insgesamt 2.400 Aussteller aus 86 Ländern.

Die ganze Vielfalt der Bio-Produkte sowie inhaltliche Grundsatzfragen stehen seit Mittwoch im Mittelpunkt der weltweit größten Öko-Messe Biofach in Nürnberg. Aus Österreich sind rund 80 Unternehmen vertreten, darunter der Tee- und Kräuterspezialist Sonnentor, Reinsaat und der Safthersteller Höllinger. Deutschland wird für heimische Bio-Produzenten ein immer wichtiger Absatzmarkt.

Umsatz 2012: 6,3 Mrd. Euro
Der Umsatz mit Biowaren in Deutschland belief sich 2012 laut Expertenschätzungen auf rund 6,3 Mrd. Euro. 2011 legte der heimische Biomarkt in Österreich vorerst eine kurze Verschnaufpause ein: Nach Jahren mit deutlichen Zuwachsraten ging der Umsatz von Bio-Frischwaren (exklusive Brot) 2011 im heimischen Lebensmitteleinzelhandel um 0,6 Prozent auf 304,4 Mio. Euro zurück. Für 2012 rechnen Branchenvertreter wieder mit einem Anstieg.

Von Wein über Käse und Fisch bis hin zu Waschmitteln und Kinderwindeln gibt es fast nichts, das nicht auch nach ökologischen Kriterien hergestellt wird - rund 100.000 zertifizierte Produkte zeigen die 2.400 Aussteller aus 86 Ländern derzeit im Nürnberger Messezentrum.

Konstanter Wachstum
Ein Zeichen dafür, dass der Bio-Markt weltweit konstant wächst, wie der Präsident des Weltdachverbands IFOAM, Andre Leu, erläuterte. Und ein Zeichen dafür, dass die Bio-Branche eine wichtige Rolle bei der Lösung globaler Probleme spiele. "Die Themen Ernährungssicherheit, Klimawandel, der Verlust der Artenvielfalt und die Sicherung der sozialen Gerechtigkeit sind bedenklich. Die langfristige Zukunftssicherheit unseres Planeten und das Wohlergehen aller Menschen und der anderen Lebewesen, mit denen wir die Welt teilen, sind entscheidend für uns alle", betonte Leu bei der Eröffnungsfeier der Biofach.

40.000 Besucher erwartet
Auch der Vorsitzende des deutschen Bunds Ökologische Lebensmittelwirtschaft, Felix Prinz zu Löwenstein, verwies auf die Sorge um die Ressourcen der Erde, die Triebfeder vieler "Bios" sei. Diese wollten die Erde nicht einer Logik überlassen, "die nur die Anhäufung von Kapital und Shareholder Value kennt und die ein Engagement für die Belange der Allgemeinheit erst nach Abschluss der Bücher für möglich hält: Als 'Corporate Social Responsibility', bezahlt aus den Gewinnen einer zerstörerischen Wirtschaft".

Auf dem begleitenden Kongress wird die Branche auf der Biofach und der angeschlossenen Naturkosmetikmesse Vivaness daher auch zahlreiche Diskussionen über die gemeinsamen Werte und deren Verbreitung in der Gesellschaft führen. Bis zum 16. Februar erwarten die Veranstalter rund 40.000 Fachbesucher aus aller Welt in Nürnberg.