Air-Berlin-Aktionär Etihad will in Asien zukaufen

Air Berlins finanzstarker Aktionär Etihad Airways aus dem Golfemirat Abu Dhabi will seine Einkaufstour in Asien fortsetzen. Etihad wolle sich weitere Anteile an anderen Fluggesellschaften sichern, sagte Konzernchef James Hogan in einem Telefoninterview am Sonntag.

"Möglicherweise ein oder zwei Partnerschaften und das war es dann auch", ergänzte er. "Wir sind uns darüber im Klaren, dass Indien und Asien eine Chance darstellen", fügte Hogan hinzu.

Die Airline habe bereits Angebote von indischen Fluggesellschaften erhalten. "Wir sind nicht in Eile". Ein Einstieg bei einem Rivalen müsse auch Sinn ergeben.

Die in Schwierigkeiten geratene indische Fluggesellschaft Kingfisher Airlines will sich einem Zeitungsbericht zufolge von einem ausländischen Rivalen retten lassen. Auch SpiceJet und Jet Airways sind angeblich auf der Suche nach einem strategischen Investor.

Zuletzt hatte Etihad einen Anteil an der australischen Fluggesellschaft Virgin Australia erworben. An Deutschlands zweitgrößter Fluglinie Air Berlin, Mutter der österreichischen Airline Niki (flyniki), hält Etihad fast 30 Prozent. Das Unternehmen versucht, mit den Zukäufen die großen Rivalen aus den Golfstaaten wie Emirates aus Dubai und Qatar Airways einzuholen.

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