Analysten senken wegen Krisen Wachstumsprognosen

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Angesichts der Krisen rund um Ukraine/Russland und den Nahen Osten (Gaza, Irak) senken Ökonomen heimischer Banken ihre Wachstumsprognosen für heuer. Stefan Bruckbauer von der Bank Austria und Peter Brezinschek von Raiffeisen rechnen für 2014 mit kaum noch über einem Prozent BIP-Plus, sagten sie am Dienstag zur APA. Wifo und IHS hatten zuletzt noch rund eineinhalb Prozent Anstieg erwartet.

Vor allem die Exporte und die Investitionen seien "die Enttäuschung", so Bruckbauer. Wie bereits das 1. Vierteljahr werde nun bei der BIP-Entwicklung auch das 2. Quartal enttäuschen. Diesen Donnerstag legt das Wifo seine erste Schätzung für März bis Juni vor. Da werde es "irgendwas zwischen Null und 0,2 Prozent geben", rechnet der Bank-Austria-Chefökonom mit einem bescheidenen Quartalswachstum.

Für Brezinschek besteht sogar "die Gefahr einer Stagnation im 2. Quartal", er erwartet eine Null - nicht nur für Österreich, sondern auch für die Eurozone, deren Daten dann ebenfalls fast vollständig vorliegen sollen. Für das Gesamtjahr 2014 gehe sein Haus derzeit für Österreich für das BIP-Wachstum von einer Range von real 1,0 bis 1,3 Prozent Plus aus, wobei "die Tendenz eher in Richtung untere Grenze des Bandes" gehe.

Aus Sicht des Research-Chefs der Erste Group, Friedrich Mostböck, haben heuer "die Enttäuschungen eigentlich schon zu Jahresbeginn begonnen", sagt er fast wortgleich wie Bruckbauer, schon damals habe es zur Konjunktur "zu viele Unsicherheitsfaktoren" gegeben, zu denen die Verschärfung der Lage in Syrien sowie Ukraine/Russland noch dazu gekommen sei.

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