Andritz übertraf alle Analystenprognosen

Erstes Halbjahr

Andritz übertraf alle Analystenprognosen

Das Konzern-Ergebnis hat sich verdoppelt, das EBIT wuchs um fast 80%.

Der börsenotierte steirische Anlagenbauer Andritz hat im ersten Halbjahr sämtliche Analystenprognosen übertroffen. Das Konzern-Ergebnis (nach Minderheitsanteilen) stieg um 107 % auf 67,3 Mio. Euro und verdoppelte sich damit, erwartet wurde im Mittel ein Anstieg um 78 %. Das operative Ergebnis (EBIT) legte um 78,5 % auf 92,8 Mio. Euro zu, gegenüber prognostizierten plus 69,5 %. Den Ausblick für 2010 bestätigte Andritz am Montag: Der Umsatz solle zumindest den Wert von 2009 erreichen bzw. leicht ansteigen und das Konzern-Ergebnis durch die Kostenreduktionen der 2009 eingeleiteten Restrukturierungen positiv beeinflusst werden.

Ein Drittel mehr Aufträge
Der Umsatz des Anlagenbauers schrumpfte heuer bis Juni nur um 0,8 % auf 1,562 Mrd. Euro. Im Mittel hatten die Analysten hier einen Rückgang um 3,14 % erwartet. Der Auftragseingang wuchs im Halbjahr um 34,5 % auf 2,304 Mrd. Euro, und der Auftragsstand per Ultimo (30.6.) legte im Jahresabstand um 21,6 % auf 5,385 Mrd. Euro zu. Für die kommenden Monate erwarte man in allen Geschäftsbereichen eine solide Projektaktivität, erklärte Vorstandschef Wolfgang Leitner.

Die Halbjahresergebnisse seien zufriedenstellend, erklärte Leitner, "vor allem aufgrund der positiven Entwicklung aller Geschäftsbereiche im 2. Quartal". Andritz sehe sich "weiter gut auf Kurs". Man sei "optimistisch, dass wir die Ziele für 2010 erreichen können".

Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit des Anlagenbauers erhöhte sich im Halbjahr um 188 % auf 338,9 Mio. Euro. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte gingen dagegen um 44,8 % auf 22,2 Mio. Euro zurück. Die Eigenkapitalquote wird mit 19,6 % beziffert, nach 20,0 % Ende 2009. Ende Juni beschäftigte die Andritz-Gruppe weltweit 13.457 Mitarbeiter, um 0,4 % mehr als ein Jahr davor (13.397).