Arbeitslosenquote in Frankreich gestiegen

Die Arbeitslosenquote in Frankreich ist erneut leicht angestiegen. Im zweiten Quartal dieses Jahres lag die Quote bei 10,5 Prozent, wie die französische Statistikbehörde Insee am Donnerstag in Paris mitteilte.

Im Vergleich zum ersten Quartal 2013 stieg die Arbeitslosigkeit damit um 0,1 Prozentpunkte, während sie in den ersten drei Monaten des Jahres im Vergleich zum Vorquartal noch um 0,3 Prozentpunkte gestiegen war. Die bisher höchste Arbeitslosenquote gab es 1994 und 1997 mit jeweils 10,8 Prozent.

Im Gegensatz zur Arbeitslosigkeit insgesamt sank die Quote der Jugendarbeitslosigkeit seit Ende des Vorjahres. Damals hatte sie einen Rekordwert von 25,5 Prozent erreicht. Laut Insee lag im zweiten Quartal 2013 nun bei 24,6 Prozent.

Arbeitsminister Michel Sapin sprach von einer Umkehr bei der Jugendarbeitslosigkeit, "die bereits jetzt begonnen hat". Zur Arbeitslosigkeit insgesamt sagte Sapin, der Anstieg sei "moderater" ausgefallen als im ersten Vierteljahr, was er als Bestätigung für die Regierungspolitik wertete: "Wirtschaftliche und arbeitsmarktpolitische Maßnahmen der Regierung beginnen zu fruchten", erklärte der Minister.

Frankreichs Staatschef François Hollande hat die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit zu seiner Priorität erklärt und will den Anstieg der Arbeitslosenzahlen bis Jahresende stoppen. Experten zweifeln aber, ob dieses Ziel angesichts der schwachen Wachstumszahlen erreicht werden kann. Laut Arbeitsministerium waren Ende Juli in Frankreich 3,28 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet, ein historischer Höchstwert.

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