VW-Knall

Auto-Riese vor Mega-Umbau: 50.000 Jobs betroffen

Beim Autobauer Volkswagen steht ein massiver Umbruch bevor: Der Konzern will sein gesamtes Geschäftsmodell neu aufstellen und spricht selbst von einer grundlegenden Veränderung.

Der Hintergrund: Laut Konzernchef Oliver Blume bringt das bisherige System nicht mehr genug Geld ein. Das Modell, das VW jahrzehntelang erfolgreich gemacht hat, sei so nicht mehr tragfähig. 

Radikale Änderungen geplant 

Bis 2030 soll der Konzern komplett neu ausgerichtet werden. Geplant sind unter anderem weniger Modelle, klarere Strukturen und eine stärkere Fokussierung auf zentrale Technologien. Auch die Produktion wird angepasst: VW will seine Kapazitäten deutlich reduzieren, da aktuell mehr Autos gebaut werden könnten, als tatsächlich verkauft werden.

Laut einem Bericht, der sich auf Angaben der Nachrichtenagentur dpa stützt, kämpft der Konzern derzeit mit sinkenden Einträgen im Autogeschäft. Konzernchef Oliver Blume macht deutlich, dass die aktuellen Einnahmen nicht ausreichen, um die Zukunft langfristig abzusichern. 

Auch innerhalb des Konzerns werden die Töne drastischer: Audi-Chef Gernot Döllner warnt, dass es längst nicht mehr nur um einzelne Modelle oder Marktanteile gehe, sondern um die Zukunft der gesamten deutschen Autoindustrie. Porsche-Chef Michael Leiters sieht die schwierige Lage hingegen auch als Möglichkeit für einen Neustart. Im Zuge der geplanten Neuausrichtung soll das Angebot deutlich gestrafft werden. 

Tausende Jobs betroffen 

Der Umbau hat auch Folgen für die Belegschaft: Bis zu 50.000 Stellen sollen bis 2030 wegfallen. Grund dafür sind Überkapazitäten und der zunehmende Druck durch Konkurrenz. Gleichzeitig will der Konzern stärker auf Zukunftsthemen setzen: Elektromobilität, Digitalisierung und neue Technologien stehen im Fokus. Klar ist: VW muss sich neu erfinden. Für den Autobauer geht es um nicht weniger als die Zukunft des gesamten Konzerns. Der Wettbewerb wird härter, die Gewinne stehen unter Druck und VW zieht jetzt die Konsequenzen.

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