Weiterentwicklung des Kollektivvertrags

ÖBB-Bedienstete erhalten 2,2 Prozent mehr Gehalt

Die Ist- und Kollektivvertragsgehälter für die rund 3.000 Bediensteten bei den Privatbahnen und für alle rund 2.000 ÖBB-Bediensteten, die nach dem 1. Jänner 2005 in das Unternehmen eingetreten sind, werden ab 1. Juli 2009 um 2,2 Prozent erhöht. Die Laufzeit des des KV beträgt 12 Monate, teilte die Gewerkschaft vida mit.

Die sozialversicherungspflichtigen Nebenbezüge sowie die Lehrlingsentschädigungen bei den ÖBB werden ebenfalls um 2,2 Prozent angehoben. Darüber hinaus wurden die Sonn- und Feiertagszulagen im KV verankert. Allfällige Nachtdienstzulagen wurden mindestens auf 2,60 Euro erhöht.

"Im dienstrechtlichen Bereich wurde auf eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung des Kollektivvertrags Wert gelegt. Dabei wurde fixiert, dass der in Verhandlung befindliche Kollektivvertrag ab 1. Jänner 2010 in Kraft treten soll", erklärte der Vorsitzende der Sektion Verkehr in der Gewerkschaft vida, Wilhelm Haberzettl, der den Abschluss für beide Seiten als "akzeptabel" bezeichnet.

Grenzüberschreitender Bahnverkehr

Die ÖBB und Deutsche Bahn werden ab dem nächsten Fahrplanwechsel in Kooperation mit der italienischen Bahngesellschaft Ferrovie Nord Milano (FNM) den Brennerverkehr selbst in die Hand nehmen. Die Kooperation im grenzüberschreitenden Bahnverkehr steht im Zusammenhang mit der zu Jahresbeginn 2010 beginnenden Liberalisierung im europäischen Personenverkehr.

"Die ÖBB haben sich intensiv darauf vorbereitet. Das umfasst die Einführung eines integrierten Taktfahrplans ebenso so wie die Modernisierung des Wagenmaterials", so die ÖBB am Freitag in einer Pressemitteilung. Ab Fahrplanwechsel sollen zumindest wieder fünf Zugpaare über den Brenner angeboten werden - alle in einer besseren Wagenqualität als bisher. Hinsichtlich Fahrzeit soll es auch mittelfristig eine Verbesserung geben. In naher Zukunft soll der Railjet, der Hochgeschwindigkeitszug der ÖBB, über den Brenner fahren.