VCÖ sieht Wirtschaftsstandort gefährdet

WKÖ gegen flächendeckende Lkw-Maut

Die vom VCÖ geforderte flächendeckende Lkw-Maut wird von der Wirtschaftskammer (WKÖ) vehement abgelehnt.

"In wirtschaftlich schwierigen Zeiten eine derartige Maut zu fordern, ist ein völlig falsches Signal", sagte der Leiter der Abteilung für Verkehrs- und Infrastrukturpolitik der WKÖ, Michael Grubmann. Während die Politik bemüht sei, die Wirtschaft mit konjunkturbelebenden Maßnahmen in Schwung zu bringen, gefährde der VCÖ mit derartigen Forderungen den Wirtschaftsstandort Österreich, so Grubmann.

Die Mehrkosten würden vor allem Unternehmen in transportintensiven Branchen erheblich belasten, wobei insbesondere Standorte in ländlichen Regionen betroffen wären. Die Folgen wären Verlagerung oder Schließung von Standorten zugunsten preislich attraktiverer Standorte im Ausland.

Grubmann sieht im Modell für Güterverkehrs-Dienstleistungen, wie es im oberen Gailtal in Kärnten praktiziert wird, einen Schritt in die richtige Richtung: "Dort ist es gelungen, zwischen Rail Cargo Austria und der verladenden Wirtschaft eine Angebotsstruktur abzustimmen, welche die Flächenversorgung bis nach Kötschach/Mauthen sichert."