Österreicher setzen auf private Kindervorsorge

Bausparen wichtigste Vorsorge für Kinder

Rund 90 Euro pro Monat geben Eltern oder Großeltern für die private Vorsorge ihrer Kinder aus. Laut einer aktuellen Umfrage der Allianz machen das 72 % der Eltern und 29 % der Großeltern, das sind um 8 bzw. 15 Prozentpunkte weniger als noch vor 5 Jahren. Für fast jedes dritte Kind werde in Österreich aber keine Vorsorge getroffen, so Allianz-Vorstand Johann Oswald.

Beliebtestes Vorsorgeinstrument ist nach wie vor der Bausparvertrag mit einem Anteil von 57 % gegenüber noch 63 % vor 5 Jahren. An 2. Stelle folgt das Sparbuch mit 36 %. Auch hier gab es einen Rückgang gegenüber 2004, und zwar um 6 Prozentpunkte. Am 3. Platz rangieren die Lebensversicherungen, die ihren Anteil von 8,5 auf 17 % verdoppeln konnten. Stark geschrumpft in der Kindervorsorge ist die Beliebtheit von Wertpapieren, und zwar von 14 % im Jahr 2004 auf heuer 5 %.

Deutlich über dem Österreich-Schnitt in Sachen Kindervorsorge liegen mit einem Vorsorge-Anteil von 76 % die Wiener, gefolgt von den Ländern Salzburg, Tirol, Steiermark, Kärnten und Vorarlberg mit jeweils 74 %. Einen Anteil von 73 % verzeichnen die Niederösterreicher und Burgenländer. Schlusslicht ist Oberösterreich mit 67 %.

Als Motive für private Kindervorsorge würden in erster Linie Angst vor den materiellen Folgen von Erkrankungen ihrer Kinder, geringes Vertrauen in das staatliche Pensionssystem und mögliche Versorgungsprobleme bei Arbeitslosigkeit oder gar Tod der Eltern bezeichnet, so die Allianz.

Kindervorsorge werde von Frauen wichtiger eingestuft als von Männern, von Personen mit höherem Haushaltseinkommen wichtiger als von weniger Wohlhabenden. 18 % der Befragten halten private Kindervorsorge für völlig entbehrlich, so die Studie.