Bergbauriese BHP spaltet große Randbereiche ab

Der weltgrößte Bergbaukonzern BHP Billiton spaltet Geschäfte im Wert von geschätzten 14 Mrd. US-Dollar (10,46 Mrd. Euro) ab. Ausgegliedert werden unter anderem die Sparten für das Aluminium-, Mangan- und Nickel-Geschäft, wie BHP am Dienstag mitteilte. Damit trennt sich das australische Unternehmen von vielen Aktivitäten, die 2001 bei der Fusion mit Billiton eingekauft wurden.

Mit dem Schritt will der seit gut einem Jahr amtierende BHP-Chef Andrew Mackenzie die Struktur des Konzerns vereinfachen. Künftig will sich das Unternehmen nur noch auf fünf Rohstoffe konzentrieren - Eisenerz, Kupfer, Kohle, Erdöl und Kali.

Mit der Abspaltung will das Unternehmen seine Rendite erhöhen und damit die Aktionäre überzeugen. Analysten schätzen den Wert der Geschäftsbereiche auf rund 14 Mrd. Dollar. BHP machte keine Angaben zum genauen Volumen der neuen Gesellschaft, die ihren Sitz vermutlich in Perth und Börsennotierungen in Australien sowie in Südafrika haben soll.

Das eingeleitete Sparprogramm zahlte sich bei BHP im Ende Juni abgelaufenen Geschäftsjahr bereits aus. Der um Sondereffekte bereinigte Überschuss legte verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 10 Prozent auf 13,4 Mrd. US-Dollar zu. Unter dem Strich stand sogar ein Zuwachs von fast einem Viertel auf 13,8 Mrd. Dollar. Die Ergebnisse lagen leicht unter den Erwartungen von Analysten.

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