Bochumer Opel-Betriebsrat warnt vor Werkserweiterung in Russland

Der Betriebsrat des von der Schließung bedrohten deutschen Opel-Werks in Bochum kritisiert die hohen Investitionen des Mutterkonzerns GM in Russland. "Obwohl die bestehenden Opel-Werke nicht voll ausgelastet sind, werden weitere Überkapazitäten geschaffen", sagte der Bochumer Betriebsratsvorsitzende Rainer Einenkel den Zeitungen der WAZ-Mediengruppe.

Mindestens zwei bis drei der heutigen Opel-Werke könnten durch die Werkserweiterung in Russland gefährdet sein, sagte Einenkel. Das gelte auch für das Stammwerk Rüsselsheim. "Stammwerk zu sein, heißt noch lange nicht, die Garantie zu haben, ständig eine hohe Auslastung zu haben." Weitere Standorte von Opel in Deutschland neben Bochum und Rüsselsheim befinden sich in Eisenach und Kaiserslautern.

Die Konzernmutter General Motors hatte am vergangenen Freitag mit der Erweiterung des Werks in St. Petersburg begonnen. Statt heute 98.000 Autos sollen nach der Fertigstellung im Jahr 2015 bis zu 230.000 Wagen vom Band rollen.