Börse Frankfurt im Eröffnungshandel fester

Die Frankfurter Aktienbörse ist am Mittwoch mit Gewinnen gestartet. Der DAX gewann bis 9.25 Uhr 46,34 Einheiten oder 0,48 Prozent auf 9.780,67 Zähler. Für den MDAX ging es um 0,31 Prozent nach oben und der TecDAX legte um 0,30 Prozent zu.

Neben den Krisen in der Ukraine und Gaza richteten sich die Blicke der Anleger auf die laufende Berichtssaison der Unternehmen. Der Autobauer Daimler überzeugte mit seinem Geschäftszahlen zum zweiten Quartal. Die Papiere verteuerten sich als einer der Favoriten im DAX um rund zwei Prozent. Die Aktien des Rückversicherers Munich Re sowie des Chemiekonzerns Lanxess legten nach Analystenkommentaren ebenfalls deutlich zu. Schlusslicht waren die Aktien der Deutschen Bank. Sie fielen um fast zwei Prozent wegen eines Medienberichts über die US-Tochter.

Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau beschäftigt erstmals seit über 20 Jahren wieder mehr als eine Million Menschen. Das sagte der Präsident des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), Reinhold Festge, der "Börsen-Zeitung" (Mittwoch). Diesen Wert hatte die Schlüsselindustrie zuletzt 1993 erreicht. Gemessen an der Beschäftigtenzahl ist der Maschinenbau der größte Industriezweig in Deutschland, vor der Auto- und der Elektroindustrie. Dass die größtenteils mittelständischen Betriebe derzeit Mitarbeiter brauchen, ist nicht verwunderlich: Die Branche steuert auf ein Rekordjahr zu, obwohl die Produktionsprognose von plus 3 Prozent wegen des schwächelnden Russlandgeschäfts wackelt.

Im Verlauf werden konjunkturseitig kaum Nachrichten erwartet. Jedoch werden am Nachmittag die Daten zum Verbrauchervertrauen der Eurozone für Juli bekannt gegeben. Die Experten erwarten im Konsensus einen unveränderten Wert zum Vormonat von minus 7,5 Punkten.