Schock in Innsbruck

"Buzihütte": Kult-Gasthaus schließt nach 60 Jahren

Nach über sechs Jahrzehnten schließt mit 12. Jänner eine der wohl bekanntesten Gaststätten Innsbrucks endgültig ihre Türen: die Buzihütte hoch über der Stadt am Fuße der Nordkette.  

Für viele Einheimische und Besucher ist das ein emotionaler Moment, denn das rustikale Gasthaus war weit mehr als nur ein Restaurant – es war ein Treffpunkt, eine Tradition und ein Stück Innsbrucker Lebensgefühl.

Seit mehr als 60 Jahren kamen Generationen von Gästen hierhin, um traditionelle Tiroler Küche zu genießen, sonntägliche Ausflüge zu machen oder einfach die Atmosphäre und den Blick über Innsbruck zu erleben. Besonders berühmt war die Buzihütte für ihre herzhaften Spezialitäten und die einzigartige „Eiterbeule“, ein nach geheimem Rezept zubereitetes Cordon Bleu, das in der Stadt Kultstatus hatte. 

Buzihütte
© Buzihütte

Unausweichlich

Für die langjährige Betreiberin Karoline Pilz-Strauss war die Entscheidung zum Schluss schwer, aber letztlich unausweichlich: Die körperlich anspruchsvolle Arbeit, der akute Personalmangel und der Wunsch, auch wieder Zeit für das eigene Leben zu haben, führten zu diesem Schritt. Die Buzihütte war für sie nicht nur ein Betrieb, sondern ein Zuhause – und genau deshalb wird sie nicht weiter verpachtet, sondern endgültig geschlossen. Stammgäste zeigen sich bestürzt. Mit dem Ende der Buzihütte verliert Innsbruck nicht nur ein Gasthaus, sondern ein Stück regionaler Wirtshauskultur und Identität.

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