Canon kappt Gewinnprognose

Wegen einer schwächelnden Nachfrage in China und anderen Schwellenländern hat der weltgrößte Hersteller von Digitalkameras, Canon, seine Gewinnprognose gesenkt. Für das laufende Jahr werde mit einem operativen Gewinn von 380 Mrd. Yen (2,88 Mrd. Euro) gerechnet, teilte der japanische Konzern am Mittwoch mit. Vor einem Vierteljahr war Canon noch von einem rund 16 Prozent höheren Überschuss ausgegangen.

Canon und seinen Konkurrenten macht zu schaffen, dass immer mehr Menschen ihre Smartphones zum Fotomachen nutzen. Hinzu kommt die weltweit lahmende Wirtschaft. Canons Finanzchef Toshizo Tanaka sagte, insbesondere die Flaute in Europa und das verlangsamte Wachstum in den Schwellenländern verzögere eine Erholung der Nachfrage, mit der ursprünglich in der zweiten Jahreshälfte gerechnet worden sei.

Canon macht mit Fotoapparaten rund 60 Prozent seines operativen Gewinns. Der Konzern setzt derzeit besonders auf die Produktion von High-End-Kameras mit Wechselobjektiven, die die rückläufige Nachfrage nach Kompaktkameras wettmachen soll. Für Wechselobjektiv-Kameras senkte Canon sein Absatzziel auf neun Millionen nach zuvor 9,2 Millionen.

Ebenfalls bekannt ist Canon für seine Drucker und Kopierer. Diese Sparte musste aber besonders wegen der Schuldenkrise in Europa Federn lassen.

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