Credit Agricole kurz vor Emporiki-Verkauf

Die französische Credit Agricole ist ihre griechische Problemtochter Emporiki so gut wie los. Derzeit laufen exklusive Verhandlungen mit der griechischen Bank Alpha, wie die drittgrößte französische Bank mitteilte. Der Verkauf soll bis Ende des Jahres über der Bühne sein. Die Franzosen greifen noch einmal tief in die Tasche, um das Griechenland-Geschäft ganz loszuwerden.

Insgesamt würden sie sich einen möglichen Verkauf an Alpha weitere 700 Mio. Euro kosten lassen. Zum einem stärkt die Credit Agricole die Emporiki-Kapitalbasis um weitere 550 Mio. Euro. Zum anderen kauft sie der Alpha Bank Wandelanleihen für 150 Mio. Euro ab. Die französische Bank hatte im Jänner und im Juli bereits insgesamt 4,3 Mrd. Euro in die Emporiki gepumpt. In Griechenland würde nach dem Verkauf aber nach wie vor die National Bank of Greece auf dem ersten Rang bleiben. Die Credit Agricole war 2006 bei Emporiki eingestiegen und hatte angesichts der Griechenland-Krise mit der Tochter hohe Verluste eingefahren.

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