Eine Feinunze verbilligte sich auf 4.762,09 Dollar und erreichte damit den niedrigsten Stand seit dem 13. April
Der Goldpreis ist am Montag um mehr als ein Prozent gefallen, belastet durch einen festeren Dollar und die Eskalation im Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Eine Feinunze verbilligte sich auf 4.762,09 Dollar und erreichte damit den niedrigsten Stand seit dem 13. April. Der stärkere Dollar macht das Edelmetall für Anleger außerhalb des Dollar-Raums teurer.
Hintergrund der Nervosität ist die Beschlagnahmung eines iranischen Frachtschiffs durch die USA, woraufhin Teheran mit Vergeltung drohte und eine neue Verhandlungsrunde ablehnte. Die Spannungen trieben die Ölpreise an und ließen Inflationssorgen wieder aufleben.
US-Notenbankgouverneur Christopher Waller sagte, der Konflikt werde die kurzfristige Inflation wahrscheinlich anheizen. Ein schnelles Ende würde jedoch Zinssenkungen im weiteren Jahresverlauf ermöglichen. Zusätzlich belastet wurde der Goldpreis durch eine verhaltene Nachfrage aus Indien, wo sich Kunden während eines für den Golderwerb wichtigen Festivals wegen der Rekordpreise zurückhielten.
Dagegen stiegen die Bestände des weltgrößten goldgedeckten Fonds, SPDR Gold Trust, leicht an. Auch die Preise für andere Edelmetalle wie Silber, Platin und Palladium gaben nach.