Deutsche Arbeitskosten steigen mehr als Euroraum

Erstmals seit der Jahrtausendwende steigen die Arbeitskosten in Deutschland schneller als in der Eurozone. Für 2012 und 2013 erwartet das gewerkschaftsnahe IMK-Institut ein Plus von rund 2,5 Prozent, wie IMK-Direktor Gustav Horn am Montag in Berlin sagte. Damit verteure sich die Arbeit hierzulande wohl erneut stärker als im Währungsraum.

Im vorigen Jahr kletterten die Arbeitskosten mit drei Prozent stärker als im Vergleich der EU- und Euro-Länder (je 2,7 Prozent). Dies hatte es zuletzt im Jahr 2000 gegeben. Grund für die Entwicklung sind neben höheren Lohnabschlüssen in Deutschland sinkende Kosten in Krisenstaaten wie Griechenland, Irland und Portugal.

In Deutschland kostete 2011 eine Arbeitsstunde in der Privatwirtschaft im Schnitt 30,10 Euro. Der Durchschnitt in der EU betrug 23,10 Euro, in der Euro-Zone 27,60 Euro.

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