Deutsche Industrie zog viele Aufträge an Land

Die deutsche Industrie hat überraschend ihr größtes Auftragsplus seit Oktober eingefahren. Die Betriebe sammelten im Februar um 2,3 Prozent mehr Bestellungen ein als im Vormonat, wie das deutsche Wirtschaftsministerium heute, Freitag, mitteilte.

Ökonomen hatten nur mit einem Plus von 1,2 Prozent gerechnet. Damit konnten die Unternehmen den 1,6-Prozent-Rückgang vom Jänner mehr als wettmachen.

Nach Einschätzung des Ministeriums "wird die Schwächephase der Industrie mehr und mehr überwunden". Positive Umfragedaten spiegelten sich nun zunehmend in den harten Konjunkturzahlen wider.

"Damit haben sich die Voraussetzungen für eine wieder anziehende Investitionstätigkeit verbessert." Jüngste Umfragen signalisierten jedoch für März wieder einen Rückschlag für die Industrie samt Auftragsminus.

Impulse erhielten die Betriebe vom Inlands- und Auslandsgeschäft. Die Nachfrage in Deutschland stieg im Februar um 2,2 Prozent, die Exportaufträge kletterten um 2,3 Prozent. Auch die Orders aus der Eurozone entwickelten sich mit plus 1,6 Prozent wieder positiv, nachdem sie im Jänner noch um knapp 4 Prozent gesunken waren. Viele Handelspartner Deutschland aus der Währungsgemeinschaft stecken in einer tiefen Rezession.

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