Sparprogramm soll für Aufschwung sorgen

Kräftiger Aufschwung

Deutsche Wirtschaft wächst um 2,2 Prozent

Boomende Exporte und steigende Investitionen brachten den Anstieg.

Die deutsche Wirtschaft ist im zweiten Quartal so stark gewachsen wie seit 23 Jahren nicht mehr. Boomende Exporte und steigende Investitionen ließen das Bruttoinlandsprodukt um 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorquartal steigen, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. "Der zum Jahreswechsel 2009/2010 ins Stocken geratene Aufschwung der deutschen Wirtschaft hat sich damit eindrucksvoll zurückgemeldet", schrieben die Statistiker. Das stärkste Wachstum seit Frühjahr 1987 übertraf die Erwartungen der Analysten deutlich: Sie hatten nur mit einem Plus von 1,3 Prozent gerechnet. Zudem fiel das Wachstum im ersten Quartal mit 0,5 Prozent besser aus als zunächst mit 0,2 Prozent berechnet.

Wirtschaftsleistung
Verglichen mit dem Vorjahr legte die Wirtschaftsleistung um 4,1 Prozent zu. "Die Dynamik der Investitionen und des Außenhandels hatten dabei den größten Anteil", schrieben die Statistiker. "Aber auch die privaten und staatlichen Konsumausgaben trugen zum Wachstum bei."

Die meisten Institute trauen der deutschen Wirtschaft in diesem Jahr ein Wachstum von mehr als zwei Prozent zu. Für 2010 wird aber nur noch ein Plus von etwa 1,5 Prozent erwartet, weil die Weltwirtschaft mit dem Auslaufen der staatlichen Konjunkturprogramme an Schwung verlieren dürfte. Im Krisenjahr 2009 war das Bruttoinlandsprodukt mit 4,7 (bisher: 4,9) Prozent so stark eingebrochen wie noch nie seit Gründung der Bundesrepublik.

Details zum Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal will das Statistikamt am 24. August nennen.