Deutscher Schuldenberg deutlich gewachsen

Der deutsche Schuldenberg ist kräftig gewachsen. Bund, Länder und Kommunen einschließlich aller Extrahaushalte standen am 31. Dezember mit 2,0718 Billionen Euro in der Kreide. Damit erhöhte sich der Schuldenstand binnen eines Jahres um 2,1 Prozent oder 41,8 Milliarden Euro, wie das deutsche Statistische Bundesamt mitteilte. Trotz des deutlichen Anstiegs ist das kein Rekord: Mitte des vergangenen Jahres lagen die Verbindlichkeiten bei 2,082 Billionen Euro.

Ein Grund für diese Entwicklung sind die Bad Banks: Der Bund trägt als Eigentümer das Risiko für Verluste der verstaatlichten Immobilienbank HRE, deren toxische Wertpapiere und Kredite in die FMS Wertmanagement ausgelagert wurden. Für Verluste der WestLB steht das deutsche Bundesland Nordrhein-Westfalen gerade.

Die Schulden des deutschen Bundes erhöhten sich um 0,5 Prozent auf 1,2893 Billionen Euro. Die Länder waren mit 649 Milliarden Euro verschuldet. Dies entsprach einem Zuwachs von 5,0 Prozent. Die Verbindlichkeiten der Gemeinden und Gemeindeverbände stiegen um 2,8 Prozent auf 133,6 Milliarden Euro. Die Schulden der kommunalen Zweckverbände sowie der Sozialversicherung sind in dieser vierteljährlichen Statistik nicht enthalten.

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