Deutscher Stahlverband senkt Produktionsprognose

Die kriselnde deutsche Stahlindustrie mit Schwergewichten wie ThyssenKrupp und Salzgitter hat ihre Produktionsprognose für 2013 zurückgeschraubt. Statt der bisher erwarten 43 Millionen Tonnen laufe es in diesem Jahr auf 42,2 Millionen Tonnen hinaus, teilte die Wirtschaftsvereinigung Stahl am Freitag in Düsseldorf mit. Im Juli stellten die Hersteller mit 3,4 Millionen Tonnen 5,4 Prozent weniger von dem Werkstoff her als noch im Vorjahreszeitraum.

Die Schwerindustrie kämpft seit über zwei Jahren mit einer sinkenden Nachfrage. Insbesondere in den schuldengeplagten Staaten Südeuropas wie etwa in Spanien halten sich die Kunden mit den Bestellungen zurück. Die Bauindustrie liegt teilweise brach und die Automobilhersteller schwächeln ebenfalls. Zudem machen der Branche Überkapazitäten zu schaffen.

In Deutschland ging die Rohstahlproduktion dem Verband zufolge von Jänner bis Ende Juli gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,1 Prozent auf rund 25 Millionen Tonnen zurück. Im Gesamtjahr 2012 hatten die Hersteller 42,7 Millionen Tonnen auf den Markt gebracht. Damit sind sie von den Boomzeiten wie 2007 weit entfernt, als es knapp sechs Millionen Tonnen mehr waren.

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