Düngemittel-Primus Potash kappt Gewinnziel

Dem weltgrößten Düngemittelhersteller Potash setzt die Unsicherheit am Kali-Markt zu. Wegen einer schwächeren Nachfrage schraubte das kanadische Unternehmen seine Gewinnprognose für das dritte Quartal zurück. Viele Kunden schöben derzeit Aufträge auf, weil die Preisentwicklung unklar sei, erklärte das Unternehmen.

Nachbörslich verloren die Potash-Aktien rund drei Prozent. Auch die K+S-Papiere gerieten unter Druck. Sie gaben am Freitag 1,5 Prozent nach und zählten damit zu den größten Verlierern im Dax. Die Preise für Potash stehen seit dem Sommer unter Druck, nachdem der russische Produzent Uralkali seine Export-Partnerschaft BPC mit dem weißrussischen Staatskonzern Belaruskali aufkündigte und in der Folge einen deutlichen Fall der Kali-Preise vorhergesagte.

Potash Corp of Saskatchewan erwartet nun für das dritte Quartal einen Gewinn je Aktie von 41 Cent. Zuvor hatte das Unternehmen noch 45 Cent in Aussicht gestellt. Analysten hatten im Schnitt sogar mit 47 Cent je Aktie gerechnet. "Die Änderung spiegelt im Wesentlichen den niedrigen Kali-Absatz zum Quartalsende hin wider", teilte der Konzern mit. Bisher haben BPC und das nordamerikanischen Pendant Canpotex 70 Prozent des Kali-Düngemittelmarktes beherrscht und die Preise stets auf hohem Niveau gehalten. Nun will Uralkali auf eigene Faust so viel Kali verkaufen wie möglich und den fallenden Preis durch steigende Absatzmengen in den Schwellenländern China, Indien und Brasilien wettmachen.

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