ATX nach Zypern-Einigung fester

Wiener Börse

ATX nach Zypern-Einigung fester

ATX mit 2.444,80 Punkten notiert. Bankentitel legten zu.

Die Wiener Börse hat sich am Montag im frühen Handel bei hohem Anfangsvolumen mit freundlicher Tendenz gezeigt. Der ATX wurde gegen 9.45 Uhr mit 2.444,80 Punkten nach 2.421,68 Einheiten am Freitag errechnet, das ist ein Plus von 23,12 Punkten bzw. 0,95 Prozent.

Zypern-Hilfe stützt europäische Leitbörsen
Wie an den anderen europäischen Leitbörsen stützte auch in Wien die am Montagmorgen getroffene Einigung auf Milliardenhilfen für Zypern. Eurostaaten und Weltwährungsfonds hatten den Inselstaat in letzter Minute vor dem Staatsbankrott bewahrt. Sie einigten sich mit der zypriotischen Regierung nach einem über zwölfstündigen dramatischen Verhandlungsmarathon auf ein Hilfsprogramm von 10 Milliarden Euro.

Die getroffene Vereinbarung sieht unter anderem vor, dass die Gläubiger und Kunden der beiden größten Banken des Landes Geld verlieren werden - wie viel genau, steht aber noch nicht fest. Eine allgemeine Zwangssteuer auf Bankguthaben soll es indessen nicht geben. Einlagen von unter 100.000 Euro sollen nicht angetastet werden.


Keine bedeutenden Unternehmenszahlen erwartet

Auf Unternehmensebene bleibt die Nachrichtenlage in an der Wiener Börse hingegen ruhig. Bedeutende Unternehmenszahlen werden zum Wochenauftakt keine erwartet. Auch an der Konjunkturfront stehen keine Marktbewegenden Daten auf der Agenda.

Bankentitel legten zu
Entsprechend der gesamteuropäischen Branchentendenz rückten die Bankentitel vor und erholten sich damit etwas von den deutlichen Verlusten am Freitag. Erste Group-Papiere legten um 1,89 Prozent auf 23,15 Euro zu und Raiffeisen gewannen 0,56 Prozent auf 27,67 Euro. Etwas fester präsentierten sich auch die Versicherungspapiere. So stiegen UNIQA um 0,76 Prozent auf 10,18 Euro und Vienna Insurance Group befestigten sich um minimale 0,08 Prozent auf 39,63 Euro.

Immo-Aktien von Warimpex Kursverlierer
Zu den stärksten Kursverlierern im Wiener prime market zählten die Immo-Aktien von Warimpex, die um 3,08 Prozent auf 1,29 Euro absackten. Der Hotelbetreiber und Immobilienentwickler plant Wandelschuldverschreibungen zu begeben. Mit den Wandelschuldverschreibungen soll ein Umtausch- oder Bezugsrecht auf bis zu 9.000.000 Stück auf Inhaber lautende Stammaktien der Gesellschaft verbunden sein. Die Wandelschuldverschreibungen sollen eine Laufzeit von drei Jahren haben. Das endgültige Volumen der Emission, der Wandlungspreis und der Zinssatz werden nach dem Ende eines Bookbuilding-Verfahrens festgelegt werden.

ATX Prime
Der ATX Prime notierte bei 1.199,56 Zählern und damit um 0,90 Prozent oder 10,67 Punkte höher. Im prime market zeigten sich 26 Titel mit höheren Kursen, zehn mit tieferen und keiner unverändert. In zwei Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung. Bis 9.45 Uhr wurden im prime market insgesamt 673.473 (Vortag: 811.810) Stück Aktien in Einfachzählung mit einem Kurswert von 23,492 (29,55) Mio. Euro (Doppelzählung) gehandelt.