ATX_Handel

Wiener Börse

ATX startet schwach bei 2.611,21

Nach wie vor bestimmt die europäische Schuldenkrise die Stimmung.

Die Wiener Börse hat sich am Montag im frühen Handel bei schwachem Anfangsvolumen mit schwacher Tendenz gezeigt. Nach Ablauf der meisten Eröffnungsauktionen wurde der ATX um 9.45 Uhr mit 2.611,21 Punkten nach 2.639,21 Einheiten am Freitag errechnet, das ist ein Minus von 28 Punkten bzw. 1,06 Prozent.

Im Einklang mit dem schwachen europäischen Börsenumfeld zeigte sich der ATX im frühen Handel bei sehr dünner Nachrichtenlage mit deutlichen Abschlägen. Nach wie vor bestimmt die europäische Schuldenkrise die Stimmung. Für den für Donnerstag anberaumten Sondergipfel der EU-Staats- und Regierungschefs bestehe am Markt die Sorge, dass keine Einigung über Maßnahmen zur Eindämmung der Probleme erzielt werden könnte, hieß es aus Händlerkreisen. Darüber hinaus bleibt der noch nicht gelöste Konflikt in den USA um die Ausweitung der Schuldengrenze ein wichtiges Thema.

Belastet hatten im frühen Handel vor allem Schwergewichte wie Wienerberger (minus 1,85 Prozent auf 11,43 Euro), OMV (minus 1,91 Prozent auf 28,57 Euro) und voestalpine (minus 1,81 Prozent auf 36,66 Euro). Aber auch die Titel der Kreditinstitute Erste Group und Raiffeisen lagen im roten Bereich und folgten damit dem Trend der europäischen Bankenbranche. Raiffeisen verloren 1,73 Prozent auf 32,73 Euro, Erste Group sanken um 1,19 Prozent auf 32,88 Euro. Beide Banken konnten die Anforderungen der jüngst durchgeführten Banken-Stresstests erfüllen und die 5-Prozent-Schwelle beim Eigenkapital unter einem Schockszenario überschreiten.

Wie in der Früh bekanntgeworden war, hat der steirische Anlagenbauer Andritz das schwedische Maschinenbauunternehmen Iggesund Tools International einschließlich der Tochtergesellschaften in den USA, in Kanada und anderen Ländern erworben. Die akquirierten Unternehmen erzielen insgesamt einen Jahresumsatz von rund 25 Mio. Euro. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Andritz verbilligten sich um 0,92 Prozent auf 73,37 Euro.

Der ATX Prime notierte bei 1.271,17 Zählern und damit um 0,95 Prozent oder 12,22 Punkte tiefer. Im prime market zeigten sich zehn Titel mit höheren Kursen, 24 mit tieferen und keiner unverändert. In sechs Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung. Bis 9.45 Uhr wurden im prime market insgesamt 502.402 (Vortag:642.905) Stück Aktien in Einfachzählung mit einem Kurswert von 15,934 (21,97) Mio. Euro (Doppelzählung) gehandelt.