ATX Wiener Börse

Wiener Börse

ATX verliert deutlich um 1,38 Prozent

Der ATX fiel deutliche 34,24 Punkte oder 1,38 Prozent auf 2.453,96 Einheiten.

Die Wiener Börse hat am Donnerstag nach der EZB-Zinsentscheidung und den Aussagen von EZB-Chef Draghi merkbar schwächer geschlossen. Der ATX fiel deutliche 34,24 Punkte oder 1,38 Prozent auf 2.453,96 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 24 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.478,00 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -0,24 Prozent, DAX/Frankfurt -3,03 Prozent, FTSE/London -1,92 Prozent und CAC-40/Paris -3,06 Prozent.

Am Tag der Bekanntgabe der mit Spannung erwarteten geldpolitischen Entscheidungen der EZB ging der Handelstag europaweit mit satten Kursverlusten zu Ende. Die Investoren zeigten sich sichtlich enttäuscht, dass das Volumen der monatlichen EZB-Anleihenkäufe nicht erhöht wurde, zudem blieb auch der Leitzins unverändert. Hier hatten einige Marktakteure auf eine Senkung spekuliert.

In Wien blieb das Meldungsaufkommen recht mager. Vienna Insurance Group (VIG) mussten einen starken Kursverlust von 2,98 Prozent auf 25,73 Euro hinnehmen. Die Analysten der Baader Bank belassen die VIG-Aktien nach dem Abtritt von Konzernchef Peter Hagen auf "Buy". Ihr Kursziel liegt bei 37,00 Euro. Die Baader-Analysten vermuten hinsichtlich des Rücktritts einen Kontext mit jüngst getätigten hohen IT-Abschreibungen. Potenziell positiv bewerten sie den relativ weichen Übergang, weil eine Nachfolgerin schon feststeht.

AT&S schlossen nach einer negativeren Analystenmeinung mit einem noch deutlicheren Abschlag von 3,53 Prozent auf 14,35 Euro. Experten von der RCB haben ihr Kursziel für die Papiere des Leiterplattenherstellers von 16,00 auf 14,00 Euro gesenkt und zudem das Votum von "Hold" auf "Reduce" nach unten gesetzt. Anlass zur Abstufung der Wertpapiere gaben gesenkte RCB-Prognosen für den Umsatz und das operativen Ergebnis (Ebit) für die kommenden drei Geschäftsjahre.

Unter den heimischen Schwergewichten verloren Andritz 2,58 Prozent auf 48,71 Euro an Wert. OMV ermäßigten sich um klare 1,75 Prozent auf 26,60 Euro. Auch bei den Bankenaktien gab es negative Vorzeichen zu sehen. Erste Group schwächten sich um 1,32 Prozent auf 28,14 Euro ab und Raiffeisen Bank International kamen um 1,03 Prozent auf 14,85 Euro zurück. Nach Verlaufsgewinnen fielen voestalpine um moderate 0,10 Prozent auf 29,77 Euro.