Nikkei Börse Tokio

Nikkei 225

Börse Tokio schließt etwas leichter

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Der höhere Yen-Kurs und schwache Wall-Street-Vorlagen belasten etwas.

Der Tokioter Aktienmarkt hat am Mittwoch den jüngsten Abwärtsschub fortgesetzt und etwas leichter geschlossen. Der Nikkei-225 Index schloss mit einem kleinen Minus von 17,46 Punkten oder 0,11 Prozent bei 15.715,36 Zählern. Damit wurde bereits der 7. Verlusttag in Folge absolviert. Dies ist laut Finanzinformationsdienst Bloomberg die längste Verlustserie seit dem Jahr 2012.

Der Topix Index fiel um moderate 0,62 Punkte oder 0,05 Prozent auf 1.267,75 Einheiten. 722 Kursgewinnern standen 1.074 -verlierer gegenüber. Unverändert notierten 137 Titel.

Marktteilnehmer verwiesen auf schwache US-Vorgaben und einem festeren Yen-Kurs als Belastungsfaktoren. Japans Währung ist gegenüber dem US-Dollar so wertvoll wie seit fast eineinhalb Jahren nicht mehr. Erstmals seit Oktober 2014 mussten die Anleger am Dienstag zwischenzeitlich weniger als 110 Yen für einen Dollar zahlen.

Kursverluste gab es bei den meisten Pharmaaktien zu beobachten. Astellas Pharma und Daiichi Sankyo verbilligten sich jeweils um 1,2 Prozent. Hier gab es negative Sektornachrichten. Die bisher größte Übernahme in der Pharmabranche steht wegen einer Verschärfung der US-Steuergesetzgebung vor dem Aus. Der US-Pharmakonzern Pfizer will Kreisen zufolge den Zusammenschluss im Volumen von 160 Mrd. Dollar mit dem irischen Botox-Hersteller Allergan abblasen.

Nach einer Hochstufung gewannen Suzuki Motor Corp. um 3,5 Prozent. Die Analysten von UBS erhöhten ihr Anlagevotum für die Papiere des Autobauers von "sell" auf "neutral".

Die Aktien von Versorgerunternehmen waren ebenfalls gesucht. Kyushu Electric sprangen um 7,2 Prozent hoch und Kansai Electric Power zogen 3,5 Prozent an. Ein Gericht hat den Aufruf zur Schließung von zwei Nuklearreaktor von Kyushu zurückgewiesen.

Auch Stahlwerte standen in der Gunst der Anleger. Kobe Steel stärkten sich um 2,2 Prozent, nachdem das Unternehmen für die nächsten vier Jahre eine Dividendenausschüttung zwischen 15 und 25 Prozent des Gewinnes anvisiert hatte. Die Papiere des Wettbewerbers JFE Holdings verteuerten sich um 1,8 Prozent.

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