Dritter Verlusttag in Folge

Wiener Börse

Dritter Verlusttag in Folge

Der ATX fiel deutlich um 42,98 Punkte oder 2,02 Prozent auf 2.089,78 Einheiten

Die Wiener Börse hat die Sitzung am Mittwoch bei gutem Volumen erneut mit tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel deutlich um 42,98 Punkte oder 2,02 Prozent auf 2.089,78 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 34 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.124 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -0,17 Prozent, DAX/Frankfurt -1,81 Prozent, FTSE/London -1,38 Prozent und CAC-40/Paris -2,44 Prozent.

   In einer schwachen internationalen Börsenlandschaft verbuchte der ATX seinen dritten Verlusttag in Folge. Bereits zur Handelseröffnung galten Aussagen eines ranghohen US-Notenbankers hinsichtlich der Wirkung der jüngsten geldpolitischen Lockerungsmaßnahmen in den Vereinigten Staaten als negativer Impuls und sorgte für tiefrote Aktienkurse. Im Verlauf rückte dann wieder die Euro-Staatsschuldenkrise ins Blickfeld belastet zusätzlich.

   Europaweit standen vor allem die Bankenwerte deutlich unter Druck und die heimischen Branchenvertreter schlossen sich dieser Verkaufsstimmung an. Erste Group verbuchten ein sattes Minus von 4,25 Prozent 17,14 Euro und Raiffeisen gingen um 2,45 Prozent auf 27,87 Euro zurück.

   Unter den weiteren Blue Chips verabschiedeten sich OMV-Titel mit einem Abschlag von 2,70 Prozent auf 27,41 Euro aus dem Tag. Auch die Ölpreise kamen am Berichtstag weiter zurück. voestalpine schwächten sich um 2,08 Prozent auf 23,50 Euro ab.

   Immofinanz-Titel schlossen ungeachtet einer etwas positiveren Analysteneinschätzung mit einem Kursverlust von 2,11 Prozent auf 2,87 Euro. Die Analysten von Kepler bestätigten sowohl ihr Kursziel von 4,10 Euro als auch ihr "Buy"-Anlagevotum für die Immoaktie. Aufgrund der guten operativen Ergebnisse im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres erhöhten die Experten ihre Gewinnschätzungen leicht.

   Einen zaghaften Erholungskurs zeigten Telekom Austria-Anteilsscheine mit plus 0,18 Prozent auf 5,71 Euro. Am Dienstag sackten die Titel nach Ankündigung einer massiven Dividendenkürzung um mehr als sieben Prozent ab.

   In verschiedene Richtungen gingen die Titel aus dem Baubereich. Strabag-Titel fielen um 2,12 Prozent auf 18,92 Euro. Die Papiere des Ziegelherstellers Wienerberger kletterten hingegen um 2,71Prozent auf 6,07 Euro. Die Aktie des Faserherstellers Lenzing sackte um 3,22 Prozent auf 65,57 Euro ab.