Erste Group mit deutlich mehr Gewinn

Im 1. Quartal 2018

Erste Group mit deutlich mehr Gewinn

Periodengewinn stieg um 27 Prozent auf 332,6 Mio. Euro - Ausblick 2018 bestätigt.

Die börsenotierte  Erste Group  konnte im ersten Quartal 2018 den Nettogewinn deutlich um mehr als ein Viertel von 262,2 auf 332,6 Mio. Euro verbessern. Dazu beigetragen habe neben der guten Kreditqualität ein starker Zufluss von Kundengeldern sowie anhaltendes Kreditwachstum. Zuwächse gab es beim Zins- und Provisionsüberschuss. Den Ausblick bestätigte das Institut am Freitag.

Das günstige Risikoumfeld hat sich positiv auf die notleidenden Kredite ausgewirkt. Die NPL-Quote sank von 4,0 auf 3,7 Prozent. Die Kernkapitalquote fiel von 13 auf 12,6 Prozent zurück.

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Ausblick

Höhere Kosten ergaben sich durch den starken Einlagenzufluss, der zu einer deutlichen Erhöhung des Beitrags zur Einlagensicherung führte, und durch höhere Personalkosten insbesondere in Tschechien und der Slowakei.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sollten das Kreditwachstum weiter unterstützen, heißt es zum Ausblick. Angestrebt wird weiter in ROTE-Ziel von 10 Prozent (Return on tangible equity). Als Risikofaktoren werden eine unerwartete Zinsentwicklung, gegen Banken gerichtete politische oder regulatorische Maßnahmen sowie geopolitische und wirtschaftliche Entwicklungen angeführt.

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Treichl kündigt höhere ausgaben an

"Die diese Woche erfolgte Anhebung unseres Ratings durch Moody's und die Bekräftigung des positiven Ausblicks ist für uns eine Bestätigung des Marktes für unser Geschäftsmodell, dessen Fokus auf der Betreuung von Privat- und Firmenkunden in Zentral- und Osteuropa liegt. Diese Anhebung wird sich auch positiv auf unsere Refinanzierung auswirken", so CEO-Andreas Treichl (Bild) am Freitag im Rahmen der Veröffentlichung der Erstquartalsergebnisse.

Die Erste Group wird auch im zweiten Quartal 2018 vergleichsweise höhere Ausgaben als im Vorjahreszeitraum haben, stellte Treichl bei einer Telefonkonferenz mit Analysten in Aussicht. "Im Gesamtjahr 2018 dürften sie dann aber geringer als 2017 ausfallen", betonte der Erste-Group-Chef am Freitag.
 

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