Europas Börsen eröffnen klar im Plus

10.40 Uhr : DAX +1,17 %. FTSE +0,67 %. Euro-Stoxx-50 +1,15 %. Erholung der US-Märkte am Vorabend stützt.

Gestützt auf einer leichten Erholung der US-Märkte im späten Handel haben sich die europäischen Aktienmärkte am Mittwoch etwas von ihren Vortagesverlusten erholt. Am Dienstag waren die Aktienmärkte in Europa nach schlechten BMW-Zahlen und einer Fülle negativer Nachrichten aus dem Bankensektor in die Knie gegangen. Auf der Konjunkturseite könnten Daten aus den USA am Nachmittag sowie die Zinsentscheidung der US-Notenbank am Abend Impulse bringen.

Bankenwerte zeigten sich nach ihren Vortagesverlosten wieder erholt. Societe Generale führten nach Zahlen die Gewinnerliste unter den europäischen Finanzunternehmen an und waren mit plus 5,52 % auf 46,06 Euro zugleich stärkster Wert im europäischen Leitindex. Die französische Großbank bleibt trotz eines Gewinnsprungs im dritten Quartal aber vorsichtig. Das Umfeld bleibe unsicher, hieß es von der Bank.
Wie andere Banken profitierte die Societe Generale vor allem von der Erholung des Investmentbankings, das im dritten Quartal wieder einen Gewinn vorweisen konnte. Die Situation normalisiere sich zusehends, hieß es in dem Quartalsbericht. Die französische Großbank BNP Paribas hat unterdessen einen Bericht über ein Interesse an der Societe Generale dementiert. BNP Paribas-Papiere gewannen 2,48 % auf 52,13 Euro.

In den Blick rückte zudem der Rohstoffsektor, der von dem erneut auf Rekordhoch gestiegenen Goldpreis profitierte. Der Preis für eine Feinunze des Edelmetalls kletterte am Morgen bis auf 1.089,50 US-Dollar. In London verteuerten sich daher die Aktien von Randgold Resource und Fresnillo um mehr als 4 %. Andere Minenwerte wie Kazakhmys und Eurasian Natural konnten ebenfalls kräftig hinzugewinnen.

Öl-Werte notierten dagegen insgesamt schwächer. Insbesondere die Papiere des französischen Ölkonzerns Total rückten nach Quartalszahlen in den Fokus. Der Gewinn sank wie bei allen Konkurrenten wegen des gesunkenen Ölpreises deutlich. Allerdings hatten Experten mit einem stärkeren Rückgang gerechnet. Die Aktie verlor 0,72 % auf 40,66 Euro, nachdem sie zu Handelsbeginn noch leicht zugelegt hatte.

Autowerte zeigten sich gestützt von positiv aufgenommenen US-Absatzzahlen wieder stabiler, nachdem sie am Dienstag in Folge der schwachen BMW-Zahlen nch zu den größten Verlierern gezählt hatten. Renault sprangen mit plus 4,85 % auf 31,59 Euro an die Spittze im CAC-40-Index. Peugeot gewannen 2,97 % auf 23,25 Euro. In Mailand stiegen Fiat um 1,93 % auf 10,54 Euro.

Marks & Spencer kletterten mit einem Aufschlag von 5,51 % auf 359,8 Pence zwischenzeitlich an die Spitze im "Footsie". Die Halbjahreszahlen des britischen Einzelhändlers lagen am oberen Ende der Erwartungen.