Europas Börsen mit neuen Jahreshochs

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Die wichtigsten Märkte haben am Mittwoch nach positiven US-Nachrichten deutlich fester geschlossen.

Die kursantreibenden Faktoren kamen heute wieder einmal aus den USA, hieß es aus dem Handel. Bereits vor Börsenstart in Europa lieferte der weltgrößte US-Chiphersteller Intel starke Quartalszahlen. Im Verlauf überraschten zudem die US-Einzelhandelsdaten und der Quartalsausweis von JPMorgan positiv und halfen damit den Aktienkurse weiter nach oben.

Der Technologie-Sektor rückte nach Zahlen von Intel und ASML Holding ins Rampenlicht. Am Vorabend hatte der weltgrößte Chiphersteller Intel zwar Rückgänge bei Umsatz, operativem Ergebnis und Überschuss gemeldet, doch fielen diese weit weniger deutlich als erwartet aus.

Der niederländische Chipindustrie-Ausrüster ASML schaffte es dank einer verbesserten Auftragslage im dritten Quartal wieder in die schwarzen Zahlen und schnitt beim Auftragseingang besser als von Analysten erwartet ab. Am Nachmittag setzten allerdings Gewinnmitnahmen ein und die Aktie fiel zum Handelsschluss um 3,63 % auf 20,825 Euro. In Paris legten STMicroelectronics hingegen um 2,58 % auf 6,828 Euro zu.

Positive Zahlen der US-Bank JPMorgan gaben auch den Titeln europäischer Banken Auftrieb. Das US-Institut überraschte erneut mit einem unerwartet hohen Milliardengewinn. Im EuroSToxx 50 konnten Societe Generale um 4,66 % auf 48,080 Euro zulegen, und Banco Santander gewannen 4,26 % auf 11,390 Euro. Credit Agricole legten um 4,12 % auf 15,030 Euro zu. Das französische Kreditinstitut will noch in diesem Monat 3 Mrd. Euro an Staatshilfe zurückzahlen. "Damit folgen sie dem Trend anderer französischer Banken, was positiv aufgenommen werden sollte", lobte ein Analyst. In London ging es für Barclays um 6,56 % auf 380,28 Pence hoch.

Rohstoffwerte gehörten zu den Favoriten der Anleger. Dabei waren Aktien von Stahlproduzenten nach Zahlen und Ausblick des südkoreanischen Stahlkonzerns Posco besonders gefragt. ArcelorMittal gehörten mit einem Plus von 5,14 % auf 27,105 Euro zu den Spitzenwerten im Eurostoxx 50. In Paris verteuerten sich Vallourec um 4,07 % auf 121,500 Euro. Mit seinem Ziel für den operativen Gewinn geht Posco von einer Erholung und einer gesünderen Nachfrage im letzten Jahresviertel aus.

In London schoben sich Minenwerte an die Spitze des "Footsie". Bester Wert waren Kazakhmys mit plus 9,42 % auf 1.286 Pence, Vedanta verteuerten sich um 7,71 % auf 2.330 Pence. Rio Tinto gewannen 5,27 % auf 3.012 Pence dazu. "Wir sehen erste Anzeichen einer Erholung in einigen unserer Kerngeschäfte", sagte Rio-Tinto-Vorstandschef Tom Albanese. Der Konzern schraubte seine Förderziele für Eisenerz in diesem Jahr nach oben.

Der britische Spirituosen-Konzern Diageo startete mit einem Umsatzminus ins neue Geschäftsjahr, was die Investoren offensichtlich enttäuschte. Die Aktie verlor 2,05 % auf 937,00 Pence. Für das Gesamtjahr will Diageo trotz des schwierigen Starts weiterhin seinen operativen Gewinn auf organischer Basis im niedrigen einstelligen Bereich steigern. Titel des französischen Wettbewerbers Pernod Ricard büßten als Schlusslicht im CAC-40-Index 3,49 % auf 53,71 Euro ein.

Versorger-Titel wurden von einer negativen Branchenstudie von Morgan Stanley gebremst. Die Bank kappte die Einschätzung für europäische Versorger von "In-Line" auf "Cautious". Im EuroStoxx 50 zählten Enel, GDF Suez und Iberdrola daher zu den schwächeren Werten. International Power landeten mit minus 2,85 % auf 276,00 Pence am "Footsie"-Ende.

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