Irland Euro

Schuldenkrise

Europas Börsen schließen mit Kursverlusten

Die irische Schuldenkrise trübt die Stimmung an den europäischen Börsen.

Die europäischen Aktienbörsen haben am Dienstag deutlich tiefer geschlossen. Der Euro-Stoxx-50 fiel um 2,56 Prozent auf 2.739,37 Punkte und damit auf ein 6-Wochentief. Die Börsen hatten nicht nur mit den anhaltenden Sorgen um die Euro-Krisenländer zu kämpfen, das Korea-Bombardement von in der Früh stellte ebenso eine Belastung dar.

Korea-Konflikt
Nordkorea hat nach dem Beschuss einer südkoreanischen Insel durch seine Streitkräfte am Nachmittag mit weiteren Militärschlägen gegen das Nachbarland gedroht. Das südkoreanische Militär rief den höchsten Alarmzustand seit dem Ende des Korea-Kriegs von 1950 bis 1953 aus. Seit damals befinden sich die Länder trotz Waffenstillstands mangels Friedensvertrag offiziell noch im Kriegszustand.

Irische Schuldenkrise
Die Befürchtungen um ein Übergreifen der Schuldenkrise Irlands auf weitere Staaten trübten ebenfalls die Börsenstimmung. Vor allem Bankentitel mussten Verluste einstecken. Bank of Ireland verloren angesichts der politischen Unsicherheiten in Irland mit einem Abschlag von minus 24,94 Prozent auf 0,292 Euro. Bank of Bilbao mit einem Minus von 3,90 auf 7,63 Euro. Banco Santander verloren 4,73 Prozent auf 7,799 Euro.

Positive US-Konjukturdaten
Vor diesem Hintergrund erhielten die am Nachmittag erschienenen überwiegend positiv ausgefallenen US-Konjunkturdaten kaum Aufmerksamkeit. Das BIP-Wachstum liegt mit 2,5 Prozent knapp über den Erwartungen und konnte um fünf Prozentpunkte steigen. Der private Konsum ist stärker geworden und übertrifft damit ebenfalls die Schätzungen. Insgesamt ist damit das Wachstum deutlich stärker als im zweiten Quartal ausgefallen. Am späteren Nachmittag wurden noch Daten zum Häuser-Wiederverkauf veröffentlicht. Diese lagen allerdings deutlich unter den Erwartungen und lösten im Späthandel weitere Verkäufe an den Börsen aus.