Börse Frankfurt

Nachrichtenlage dünn

Europas Börsen überwiegend im Plus

Im europäischen Branchenvergleich zeigten sich Autowerte gut gesucht.

Die europäischen Leitbörsen haben die Sitzung am Montag überwiegend im Plus beendet. Der Euro-Stoxx-50 ging mit einem Plus von 0,62 % bei 2.839,22 Zählern aus dem Handel. Bedeutende Konjunkturdaten wurden nicht veröffentlicht, auch von Unternehmensseite zeigte sich die Nachrichtenlage dünn. Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel wurden aber mit Aufmerksamkeit verfolgt, hieß es.

In einem europäischen Branchenvergleich zeigten sich besonders Autowerte gut gesucht. Volkswagen zogen 3,65 % auf 126,25 Euro an, nachdem das Unternehmen angekündigt hatte, dass es für das kommende Jahr eine Steigerung der Umsätze in China um 10 bis 15 % erwarte. BMW verteuerten sich um 1,94 % auf 63,15 Euro, Peugeot stiegen 0,81 % auf 30,01 Euro. Der französische Autohersteller rechnet für das auslaufende Jahr mit dem Verkauf von 150.000 Autos in China. Für das kommende Jahr plant Peugeot den Absatz von 200.000 Fahrzeugen in dieser Region.

Auch die Titel des spanischen Unternehmens Abertis Infraestructuras konnten Kursgewinne verbuchen. Die "Sunday Times" berichtete, dass CVC Capital Partners ein Übernahmeangebot für Abertis in Höhe von 12 Mrd. Euro vorbereitet. Abertis tendierten daraufhin um 1,30 % fester bei 13,63 Euro.

Mit schwächerer Tendenz zeigten sich hingegen europäische Einzelhandelsunternehmen. Im London büßten HMV Group 9,52 % auf 28,50 Pence ein, Home Retail Group ermäßigten sich um 2,39 % auf 192,1 Pence. Auch Dixons Retail gingen um 6,20 % auf 22,84 Pence zurück.

Allied Irish Banks verloren 8,89 % auf 41 Euro Cent ein. Einem Bericht der "Sunday Business Post" zufolge könnte die irische Regierung die totale Kontrolle über die Bank übernehmen. Ein Kommentar zu diesem Bericht wurde sowohl vonseiten der Bank sowie vom irischen Finanzministerium abgelehnt.

Auch Analystenstimmen konnten etwas Bewegung in den Handel bringen. Mobistar konnten um 3,80 % auf 47,42 Euro anziehen. Die Titel des zweitgrößten belgischen Mobilfunk-Unternehmens wurden zuvor von der Deutschen Bank auf "buy" hochgestuft.

Der Chemiekonzern Rhodia zeigte sich ebenfalls in der Gewinnzone (plus 7,19 % auf 24,39 Euro). Die Analysten von Morgan Stanley änderten ihre Empfehlung für die Titel von "equalweight" auf "overweight". Rhodia-CEO Jean-Pierre Clamadieu hatte zuvor in einem Interview gesagt, dass der Konzern seine Gewinnspanne im kommenden Jahr verteidigen könne.