Am Donnerstag

Europas Leitbörsen drehen in die Gewinnzone

Euro-Stoxx-50 legte 14,08 Einheiten oder 0,49 Prozent auf 2.880,31 Punkte zu.

Die europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag im Verlauf in die Gewinnzone gedreht und zu Mittag einheitlich mit befestigten Kursen tendiert. Der DAX in Frankfurt notierte um 12.10 Uhr mit 6.862,37 Punkten und einem Plus von 57,92 Einheiten oder 0,85 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London erhöhte sich um 48,8 Zähler oder 0,84 Prozent auf 5.844,66 Stellen.

Der die 50 führenden Unternehmen in der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion umfassende Euro-Stoxx-50 legte 14,08 Einheiten oder 0,49 Prozent auf 2.880,31 Punkte zu.

Kaum Einfluss hatte der bereits erwartete Rücktritt des portugiesischen Regierungschefs Jose Socrates vom Vorabend. Händler begründeten die Kursgewinne mit der steigenden Zuversicht, dass sich die weltweite Wirtschaftserholung ungeachtet der Hiobsbotschaften aus Japan, Libyen und zuletzt auch Portugal fortsetzen werde.

An der Börse in Spanien gab es aber nur moderate Gewinne. Händler verwiesen als Belastungsfaktor auf eine Abstufung für 30 spanische Bankenwerte durch die Ratingagentur Moody's. Aktien von Banco Sabadell und Banko Popular verzeichneten Verluste. Auch für die Titel von BBVA und Santander, die von Moody's nicht herabgestuft wurden, ging es abwärts. BBVA waren mit einem Abschlag von 0,39 Prozent auf 8,91 Euro zudem schwächster Wert im EuroStoxx 50.0

Auf die Kauflisten setzten Anleger Aktien von Einzelhändlern. Papiere von Kingfisher sprangen nach Zahlenvorlagein London mit plus 6,85 Prozent auf 260,50 Pence an die Spitze im "Footsie". Europas größte Baumarktkette will die Expansion in den kommenden Jahren kräftig vorantreiben. Kurzfristig werde das Marktumfeld zwar weiter herausfordernd bleiben, sagte Vorstandschef Ian Cheshire. Dennoch sehe er das Potenzial, das Filialnetz mit derzeit 856 Märkten auf lange Sicht auf mehr als 1.100 auszudehnen. Titel der Bekleidungshändler Next und Marks & Spencer waren in London ebenfalls ganz vorne zu finden.

Den Titeln von Hugo Boss verhalf eine Studie von Merrill Lynch um 3,10 Prozent auf 54,49 Euro nach oben. Die Analysten nahmen die Beobachtung der Titel mit "Buy" und einem Kursziel von 62,00 Euro auf.

BASF-Papiere zogen um 2,28 Prozent auf 57,76 Euro nach oben. Der Chemiekonzern hatte angekündigt, dass im laufenden Auftaktquartal ein starkes Wachstum zu erwarten sei. Der Umsatz und der operative Gewinn (EBIT) vor Sondereinflüssen dürften demnach "signifikant" höher ausfallen als in den ersten drei Monaten des vergangenen Jahres.