Europas Leitbörsen einheitlich leichter

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Europas Leitbörsen einheitlich leichter

Euro-Stoxx-50 verlor 0,99% oder 29,62 Punkte auf 2.953,28 Einheiten.

Die erhoffte Erholung für Europas Leitbörsen blieb am Dienstagvormittag aus. Nach Bekanntgabe der Konjunkturdaten aus Deutschland, drehten die meistern Börsen in den roten Bereich. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 10.00 Uhr mit minus 0,99 Prozent oder 29,62 Punkte bei 2.953,28 Einheiten.

Der DAX in Frankfurt verlor 1,17 Prozent oder 108,99 Zähler auf 9.225,02 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 mit minus 0,53 Prozent oder 33,01 auf 6.149,71 Punkte.

Die deutsche Wirtschaft hat im Dezember spürbar an Fahrt verloren und ist so langsam gewachsen wie seit eineinhalb Jahren nicht mehr. Der im Verlauf publizierte Markit-Einkaufsmanagerindex, der Industrie und Dienstleister zusammenfasst, fiel zum Vormonat um 0,3 auf 51,4 Punkte. Das Barometer signalisiert mit einem Wert über 50 Zählern zwar noch Wachstum, liegt aber zugleich auf dem niedrigsten Stand seit Mitte 2013.

Demgegenüber wurde bekannt, dass fast alle britischen Kreditinstitute den Stresstest bestanden haben. Damit seien die britischen Geldhäuser der Bank of England (BoE) zufolge für einen Einbruch der Immobilienpreise gerüstet. Lediglich die Co-operative Bank habe den Stresstest nicht bestanden.

Für Impulse könnten die anstehenden Konjunkturindikatoren sorgen. Neben den ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland werden Einkaufsmanagerindizes und Preisdaten aus Europa veröffentlicht. Aus den USA werden am Nachmittag Daten aus dem Bausektor erwartet.

Bei den Einzelwerten sackten die Titel von Repsol um 4,36 Prozent. Der spanische Ölkonzern will das kanadische Unternehmen Talisman Energy übernehmen. Das Angebot habe insgesamt ein Volumen von 13 Mrd. Dollar. Darin seien auch 4,7 Mrd. Dollar Schulden von Talisman enthalten. Der Vorstand des kanadischen Konzerns habe dem Offert zugestimmt und den Aktionären eine Annahme empfohlen.

Die Aktien der Deutschen Telekom gaben 0,30 Prozent nach. Der Bonner Konzern und sein französischer Partner Orange hatten bekanntgegeben, ihr britisches Mobilfunk-Geschäft Everything Everywhere (EE) an den Telekommunikationskonzern BT Group verkaufen zu wollen. Es seien "exklusive Gespräche" zwischen den drei Partnern vereinbart worden, die sich um einen Kaufpreis von 12,5 Mrd. Pfund drehten, hieß es.

Die Aktien von Orange steigen 1,92 Prozent. Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für Orange SA auf "Neutral" belassen. Für den französischen Telekomkonzern und die Deutsche Telekom sei der Verkauf an BT insofern positiv, da EE höher bewertet werde als erwartet, schrieb Analyst Polo Tang in einer Branchenstudie.

Die Papiere von Lafarge legten 0,31 Prozent zu, nachdem die EU-Kommission den Zusammenschluss mit Holcim genehmigt hatte.

Der Handelskonzern Metro legte am Morgen seine Bilanz vor. Nach der Rückkehr in die Gewinnzone soll nun wieder eine Dividende gezahlt werden. 90 Cent je Aktie ist für das Ende September ausgelaufene Geschäftsjahr 2013/14 vorgesehen. Die Ausschüttung fällt damit etwas höher aus als von Bloomberg befragte Experten erwartet hatten. Im Vorjahr hatte der Konzern die Dividende wegen eines Verlusts gestrichen. Die Aktien fielen jedoch um 3,83 Prozent.