Boerse_Frankfurt

Im Frühhandel

Europas Leitbörsen mehrheitlich in der Verlustzone

Euro-Stoxx-50 ermäßigte sich um 9,85 Einheiten oder 0,33 Prozent auf 2.995,48 Punkte.

Die Leitbörsen in Europa haben sich am Freitag im frühen Handel mehrheitlich mit Kursverlusten gezeigt. Um 10.20 Uhr notierte der DAX in Frankfurt mit 7.466,96 Punkten, das entspricht einem Minus von 8,26 Einheiten oder 0,11 Prozent. Der Euro-Stoxx-50 ermäßigte sich um 9,85 Einheiten oder 0,33 Prozent auf 2.995,48 Punkte.

Die US-Börsen lieferten wider Erwarten nur wenig Rückenwind, hieß es am Markt zur Erklärung für den verhaltenen Börsenstart. Zwar hatte die Wall Street am Vortag mit festeren Kursen geschlossen. Der Future auf den Leitindex Dow Jones zeigte sich gegen 10.15 Uhr jedoch moderat im Minus. Zudem blieben die Aktienmärkte in Tokio feiertagsbedingt geschlossen. Auch in London wird aufgrund der königlichen Hochzeit am heutigen Freitag nicht gehandelt.

Auf Konjunkturseite stehen im Laufe des Vormittags Daten zur Verbraucherstimmung in der Eurozone zur Veröffentlichung an. Am Nachmittag könnten dann noch verschiedene Konjunkturdaten aus den USA für Impulse sorgen.

Unter den Einzeltiteln standen Total im Fokus, die in Paris geringfügig um 0,08 Prozent auf 42,97 Euro abgaben. Der französische Ölkonzern konnte seinen Gewinn im ersten Quartal dank höherer Ölpreise deutlich steigern. Das Nettoergebnis kletterte um rund ein Drittel auf 3,1 Mrd. Euro und damit stärker als von Analysten erwartet.

Deutlich unter Abgabedruck gerieten indes Daimler, die nach der Vorlage von Quartalsergebnissen am Ende des deutschen Leitindex DAX 2,13 Prozent auf 51,96 Euro abgaben. Zwar konnte der Stuttgarter Autokonzern seinen Gewinn im ersten Quartal dank der hohen Nachfrage nach Autos und Lastwagen auf 1,2 Mrd. Euro fast verdoppeln. Im zweiten Quartal würden sich aber voraussichtlich Belastungen aus der Erdbeben- und Atomkatastrophe in Japan in der Höhe von 50 bis 100 Mio. Euro zu Buche schlagen, so Finanzvorstand Bodo Uebber.

Auch andere deutsche Autowerte rangierten vor diesem Hintergrund in der Verlustzone. BMW etwa verbilligten sich um 0,49 Prozent auf 62,87 Euro, Volkswagen zeigten sich mit einem Abschlag von 0,42 Prozent auf 130,45 Euro.

Im grünen Bereich präsentierten sich indes K+S, die sich in Frankfurt um 0,54 Prozent auf 54,43 Euro verteuerten. Am Markt verwies man zur Erklärung auf die soliden Quartalszahlen des norwegischen Konkurrenten Yara International, die über den Markterwartungen ausgefallen waren. Yara International verzeichneten ihrerseits in Oslo ein Kursplus von 2,97 Prozent auf 301,70 Kronen.

Unter den im Euro-Stoxx-50 gelisteten Werten konnten sich SAP mit einem Plus von 0,71 Prozent auf 43,40 Euro an die Indexspitze setzen, nachdem die Papiere am Vortag um rund 5,7 Prozent abgerutscht waren. Das Softwareunternehmen hatte die Ergebnisse für das erste Quartal vorgelegt. Auch E.On und Sanofi-Aventis zählten mit einem moderaten Plus von 0,57 Prozent auf 23,08 Euro bzw. 0,43 Prozent auf 53,53 Euro zu den größten Kursgewinnern im Auswahlindex. Auf der Verliererseite zeigten sich indes AXA und Schneider Electric, die sich um 4,11 Prozent auf 15,05 Euro bzw. 2,76 Prozent auf 117,90 Euro verbilligten.