Fehlende Impulse

Europas Leitbörsen schließen einheitlich schwächer

Der Euro-Stoxx-50 verlor 49,85 Einheiten oder 1,44 Prozent.

Die europäischen Leitbörsen sind am Montag nach einem impulsarmen Handelstag einheitlich mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 verlor 49,85 Einheiten oder 1,44 Prozent auf 3.418,36 Zähler.

Nach der schwachen Eröffnung der US-Börsen gaben die europäischen Leitbörsen nochmals nach. Die Unsicherheit, ob die Leitzinsen in den USA bereits im Dezember steigen werden, hätten die Anleger zurückgehalten, hieß es am Markt.

Indessen hat die Europäische Zentralbank (EZB) das Tempo ihrer umstrittenen Anleihenkäufe in der vergangenen Woche erhöht. Zudem steuert die Notenbank nach Einschätzung mehrerer Top-Notenbanker auf eine Verschärfung der Strafzinsen für Geldhäuser zu. Beim sogenannten Einlagensatz gebe es noch erheblichen Spielraum für eine weitere Senkung, sagten vier EZB-Ratsmitglieder.

Nachrichten aus der zweiten Reihe zu gestiegenen deutschen Ausfuhren im September und einer aufgehellten Stimmung unter Anlegern aus dem Euroraum für November bewegten kaum.

Durch die fehlenden relevanten Impulsen seitens der Konjunktur rückte die Berichtsaison in den Fokus. So lasteten schlechter als erwartet ausgefallene Geschäftszahlen von Continental auf dem DAX. Die Anteilsscheine des Reifenherstellers verloren 5,50 Prozent. Auch ElringKlinger hat im dritten Quartal wegen hoher Produktionskosten operativ deutlich weniger verdient als vor Jahresfrist. Die Anteilsscheine des deutschen Autozulieferers sanken 2,87 Prozent.

Daneben fielen die Aktien der Lufthansa angesichts der Fortsetzung des Streiks der Flugbegleiter um 2,74 Prozent. Nach Unternehmensangaben fallen am Montag 929 Flüge aus. Betroffen seien etwa 113.000 Passagiere.

Weiters muss sich der deutsche Kabelhersteller und Autozulieferer Leoni einen neuen Chef für seine Bordnetzsparte suchen. Andreas Brand lege sein Amt im Vorstand nieder. Zudem senkte das Unternehmen seinen Gesamtjahresausblick für den Gewinn. Die Aktien fielen 4,22 Prozent. Allgemein konnten sich keine Aktien im Euro-Stoxx-50 im grünen Bereich halten.