Europas Leitbörsen schließen schwächer

Mehrheitlich Verluste

Europas Leitbörsen schließen schwächer

Die enttäuschenden Daten aus Japan belasten die internationalen Märkte.

Die europäischen Leitbörsen sind am Montag mehrheitlich mit Kursverlusten in die neue Handelswoche gestartet. Während im Frühhandel noch enttäuschende Konjunkturnachrichten aus Japan auf die Märkte drückten, hellten etwas besser als erwartet ausgefallene Daten aus Griechenland das Sentiment zwischenzeitlich leicht auf. Am Nachmittag drehten die Indizes aber im Sog einer negativen Wall Street wieder nach unten.

   Japans Wirtschaft ist im Frühjahr deutlich langsamer gewachsen als erwartet. Wie die Regierung in Tokio nach vorläufigen Daten bekanntgab, erhöhte sich die wirtschaftliche Leistung des Landes zwischen April und Juni um eine hochgerechnete Jahresrate von 1,4 Prozent. Volkswirte hatten ein fast doppelt so starkes Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2,3 Prozent erwartet.

    Griechenland steuert in voller Fahrt auf sein fünftes Rezessionsjahr in Folge zu. Die Wirtschaft des vom Bankrott bedrohten Landes schrumpfte zwischen April und Juni um 6,2 Prozent zum Vorjahresquartal, wie das Statistikamt Elstat mitteilte. Optimisten werteten dabei als leichten Hoffnungsschimmer, dass sich die Talfahrt immerhin nicht weiter beschleunigte. Anfang des Jahres war die Konjunktur sogar um 6,5 Prozent eingebrochen.

   Dass Italien bei der jüngsten Anleiheauktion trotz der künftig möglichen Käufe von Geldmarktpapieren durch die Europäische Zentralbank (EZB) etwas höhere Zinsen zahlen musste als noch Mitte Juli, fiel dagegen nicht ins Gewicht.

   Die Nachrichtenlage zu den Unternehmen fiel eher dünn aus. Ein Branchenvergleich zeigte Bank- und Telekomwerte unter den wenigen Gewinnern. Hingegen mussten Aktien aus dem Bau-Sektor und Automobil-Titel Abschläge hinnehmen.

   Unter den Bankwerten konnten sich UniCredit in Mailand um 0,96 Prozent auf 2,936 Euro verbessern und Intesa SanPaolo gewannen um 0,82 Prozent auf 1,102 Euro. Societe Generale konnten einen Anstieg um 0,97 Prozent auf 20,265 Euro verbuchen.

   Die Verliererliste im Euro-Stoxx-50 wurde von Nokia mit einem Abschlag in Höhe von 6,03 Prozent auf 2,18 Euro angeführt. Unter den Autowerten verloren BMW 1,37 Prozent auf 59,08 Euro und VW Vorzüge bremsten um 1,32 Prozent auf 145,90 Euro.