Kurzes Allzeithoch nach Fed-Protokoll

US-Börsen

Kurzes Allzeithoch nach Fed-Protokoll

 Dow, S&P fallen nach kurzfristigem Allzeithoch wieder knapp ins Minus.

Die US-Börsen haben am Mittwoch behauptet geschlossen. Die Leitindizes Dow Jones und S&P-500 konnten nach der Veröffentlichung der Sitzungsprotokolle der US-Notenbank zeitweise auf neue Rekordstände steigen, fielen dann aber wieder leicht ins Minus zurück.

Der Dow Jones beendete den Handel mit einem kleinen Minus von 26,99 Punkten oder 0,15 Prozent bei 18.285,40 Einheiten. Der S&P-500 Index fiel um 1,98 Punkte oder 0,09 Prozent auf 2.125,85 Zähler. Der Nasdaq Composite Index befestigte sich minimal um 1,71 Einheiten oder 0,03 Prozent auf 5.071,74 Zähler.

Die mit Spannung erwarteten Sitzungsprotokolle zur vergangenen geldpolitischen Sitzung der Notenbank Fed Ende April bestätigten die Markterwartungen, dass die Fed im Juni noch nicht die Leitzinsen erhöhen dürfte. "Viele Mitglieder im geldpolitischen Ausschuss hielten es für "unwahrscheinlich", dass die Wirtschaft stark genug sei, um eine Leitzinsanhebung dann zu rechtfertigen", heißt es in dem Protokoll. Lediglich "einige wenige" Vertreter halten eine so frühe Zinserhöhung im nächsten Monat für gerechtfertigt. An den Finanzmärkten wird frühestens im September mit der ersten Zinsstraffung sei Mitte 2006 gerechnet.

Die meisten Dow Jones-Werte schlossen am Mittwoch wenig verändert. Tagesgewinner im Index waren General Electric mit einem Plus von 1,06 Prozent auf 27,64 Dollar. Der Industriekonzern kommt bei der Schrumpfung seiner Finanztochter schneller voran als gedacht. Das Ziel, Vermögenswerte von etwa 200 Milliarden US-Dollar abzubauen, werde größtenteils im kommenden Jahr erreicht sein, sagte General Electric-Chef Jeffrey Immelt am Mittwoch auf einer Konferenz im US-Bundesstaat Florida.

Zu den Aktien im Fokus zählten auch Yahoo. An der Nasdaq stiegen Yahoo-Aktien um 4,42 Prozent auf 42,79 Dollar und konnten sich damit teilweise von ihren deutlichen Vortagesverlusten erholen. Marktteilnehmer hatten die Abschläge mit Spekulationen begründet, dass die US-Steuerbehörde eine Regeländerung erwäge, die dem Internetkonzern eine steuersparende Abspaltung des chinesischen Online-Handelsriesen Alibaba zugunsten seiner Aktionäre erschwere.

Im Blick stehen zudem nach Vorlage von Zahlen Lowe's. Die Aktien des Einzelhändlers verloren 4,64 Prozent auf 68,50 Dollar. Die von Lowe gemeldeten Umsatz- und Ergebniszahlen hatten Händlern zufolge die Erwartungen enttäuscht.