Wall Street

Konjunkturdaten durchwachsen

US-Börsen eröffnen im Plus

Gute Nachrichten aus Europa stützen die Kurse an der Wall Street.

Die New Yorker Aktienbörsen haben am Donnerstag im Frühhandel mit moderaten Kursgewinnen tendiert. Bis 16.30 stieg der Dow Jones Industrial Index um 81,17 Einheiten oder 0,72 % auf 11.327,90 Zähler. Der S&P-500 Index gewann 7,46 Punkte oder 0,63 % auf 1.196,14 Zähler. Der Nasdaq Composite Index befestigte sich um 10,45 Punkte (plus 0,41 %) auf 2.583,00 Einheiten.

Für Unterstützung sorgte im Frühhandel die wieder aufkeimende Hoffnung auf eine Lösung der Schuldenkrise, hieß es aus dem Handel. Das deutsch-französische Votum für einen Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone hatte die Wall Street bereits am Vorabend mit deutlich höheren Kursen schließen lassen.

Entsprechend positiv war auch die Vorgabe aus Europa. Gegen 15.00 Uhr sorgte hier zusätzlich die Meldung, dass die Europäische Zentralbank (EZB) in Kooperation mit der Federale Reserve in den USA und den Notenbanken von Großbritannien, Japan und der Schweiz die Banken der Eurozone durch drei separate Drei-Monats-Tender mit Dollar-Liquidität wird, für kräftigen Aufwind.

Unterdessen fielen die Konjunkturdaten in den USA durchwachsen aus. So trübte sich die Stimmung im verarbeitenden Gewerbe im Bundesstaat New York - gemessen durch den Empire-State-Index - im September überraschend weiter ein. Auch die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten enttäuschten mit einem unerwarteten Anstieg der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Der jüngst veröffentlichte Philly-Fed-Index, der das Geschäftsklima in der Region Philadelphia misst, konnte sich im September zwar klar von seinem Einbruch im Vormonat erholen, die Erholung fiel aber etwas weniger deutlich aus als Experten erwartet hatten. Immerhin die Daten zur Industrieproduktion überraschten mit einem unerwarteten Anstieg im August positiv. Volkswirte waren im Vorfeld von einer stagnierenden Produktion ausgegangen.

Unter den im Dow Jones gelisteten Werten gewannen die Finanzwerte JPMorgan und Bank of America im Spitzenfeld des wichtigsten US-Index um 2,45 % auf 33,61 Dollar bzw. 2,27 % auf 7,21 Dollar dazu. Unter den größten Kursgewinnern fanden sich auch United Technologies, die sich um 2,17 % auf 75,23 Dollar verbesserten. Einem Manager des Mischkonzerns zufolge gebe es keine Pläne, die unter Pratt & Whitney firmierende Triebwerkssparte zu verkaufen.

Außerhalb des Dow Jones verteuerten sich Applied Materials um 4,00 % auf 11,69 Dollar. Händlern zufolge profitierte die Aktie von einer Aufstufung durch die Finanzexperten von Oppenheimer & Co.