Wall-Street im Visier der Politik

US-Börsen etwas fester erwartet

Die US-Aktienmärkte dürften am Montag an die Vorwochengewinne anknüpfen und etwas fester in den Handel starten. Dank Schlumberger ist das Thema Übernahmen wieder auf der Agenda und sowohl Lowe's als auch Campbell Soup konnten mit ihren Zahlen punkten.

Gegen 14.30 Uhr notierte der Future auf den Dow Jones um 0,31 % fester. Am Freitag hatte der US-Leitindex einen Gewinn von 0,09 % auf 10.402,35 Zähler verbucht und sein Wochenplus damit auf 3 % gebracht. Der Nasdaq-100-Future stieg am Montag um 0,54 %. Der von Technologiewerten geprägte Auswahlindex war bei 1.823,32 Punkten am Freitag unverändert ins Wochenende gegangen.

Der Ölfeldausrüster Schlumberger hat sich am Wochenende mit dem kleineren Mitbewerber Smith International auf dessen Übernahme geeinigt. Schlumberger wird Smith für mehr als 11 Mrd, Dollar übernehmen. Mit dem Kauf werde Schlumberger seinen Abstand zum nächstgrößeren Mitbewerber noch einmal deutlich ausbauen, hieß es.
Die Aktien des Ölfelddienstleisters gaben vorbörslich deutlich nach, während Smith International bereits vorbörslich mehr als 7 % hinzugewannen. "Schlumberger sollte mit der Übernahme einen positiven Ton für den Handel setzen", sagte Andre Bakhos, Chef der Princeton Financial Group. "Damit wird die Zuversicht, dass die Wirtschaft auf dem Wege der Besserung ist, gestärkt."

Die zweitgrößte US-Baumarktkette Lowe's konnte mit dem Gewinn je Aktie für das 4. Quartal 2009 die durchschnittlichen Analystenerwartungen übertreffen. Lowe's wird auch als Indikator für die Konsumbereitschaft der US-Verbraucher herangezogen. Für das erste Quartal stellte die Kette ein Umsatzplus von 1-3 % in Aussicht.

Der weltgrößte Suppenhersteller Campbell traf indes die Gewinnerwartungen. Bereits in der vergangenen Woche hatte der Konzern eine Umsatzwarnung ausgesprochen. Beide Aktien konnten vorbörslich leichte Aufschläge verbuchen.

Im Tagesverlauf wird US-Präsident Barack Obama dem "Gesundheitsgipfel" in Washington einen Kompromissentwurf vorlegen, um so sein wichtigstes Reformvorhaben doch noch zu retten. Kernpunkt des Entwurfs ist es, möglichst allen der bisher 40 Mio. unversicherten Amerikanern einen Versicherungsschutz zu ermöglichen. Das könnte die Aufmerksamkeit der Börsianer dann noch einmal fesseln.