Wall-Street im Visier der Politik

US-Börsen höher erwartet

Nach der jüngsten Talfahrt werden die US-Börsen am Dienstag etwas höher erwartet. Eine Stabilisierung der europäischen Märkte und vor allem auch der zum US-Dollar wieder festere Euro schwappten auch auf die US-Börsen über, sagte ein Aktienhändler. Die Sorgen um die ausufernde Verschuldung einzelner Staaten der Eurozone, die in den vergangenen Tagen weltweit auf die Stimmung an den Kapitalmärkten gedrückt habe, lasse etwas nach.

Gegen 14.50 Uhr notierte der Future auf den Dow Jones 0,74 % höher. Der US-Leitindex war im späten Handel am Vorabend stark unter Druck geraten und verlor zunächst den Kampf um die Marke von 10.000 Punkten. Am Schluss standen minus 1,04 % auf 9.9008,39 Punkte zu Buche. Der Nasdaq-100-Future fiel am Dienstag um 0,64 %. Der Auswahlindex für Technologiewerte war am Vortag um 0,64 % auf 1.734,88 Zähler gefallen.

Coca-Cola wurden nach Zahlen vorbörslich etwas fester gehandelt. Der weltgrößte Erfrischungsgetränke-Hersteller hatte im Schlussquartal 2009 den Gewinn um 55 % zum Vorjahr auf 1,5 Mrd. Dollar gesteigert. Der Umsatz hatte um 5 % auf 7,5 Mrd. Dollar zugelegt.

Börsianer sahen die Ergebnisse "im Rahmen der Analystenerwartungen", der Umsatz sei etwas besser gewesen. Empfindlich negativ reagierten dagegen Electronic Arts, deren Aktien eine gute halbe Stunde vor Handelsstart um mehr als 8 % einbrachen. Börsianer verwiesen auf einen "enttäuschenden Ausblick" des Computerspiele-Entwicklers, dessen Geschäft weiter am Boden liege.

Aktien von Amgen zogen dagegen vorbörslich deutlich an. Eine klinische Studie hatte gezeigt, dass der Wirkstoff Denosumab in der Reduzierung von Knochenbrüchen und anderen Problemen mit der Knochendichte während der Therapie von fortgeschrittenem Prostatatumoren Zometa von Novartis überlegen ist. Die Studie habe alle ihre Ziele erfüllt, hieß es. Amgen hält die Ergebnisse eigenen Angaben nach für statistisch signifikant. Details würden aber erst im Juni veröffentlicht.