US-Börsen ohne klare Richtung

Zur Eröffnung

US-Börsen ohne klare Richtung

Dow Jones fiel um 18,56 Einheiten oder 0,12% auf 15.381,09 Zähler.

Die US-Börsen haben am Montag kurz nach Handelsbeginn ohne klare Richtung tendiert. Gegen 15.50 Uhr fiel der Dow Jones Industrial Index um 18,56 Einheiten oder 0,12 Prozent auf 15.381,09 Zähler. Der S&P-500 Index gewann hingegen marginal um 0,09 Punkte oder 0,01 Prozent auf 1.744,59 Zähler. Der Nasdaq Composite Index befestigte sich leicht um 9,87 Punkte oder 0,25 Prozent auf 3.924,15 Einheiten.

Die Anleger halten sich zum Wochenauftakt im Vorfeld der Veröffentlichung neuer Konjunkturdaten am Dienstag zurück, berichteten Börsianer. Dann dürfte der für die US-Wirtschaft sehr wichtige Arbeitsmarktbericht für September besonders große Beachtung finden. Die Daten werden wegen des inzwischen behobenen Verwaltungsstillstands verspätet veröffentlicht.

Ansonsten stützt die Hoffnung auf eine weiterhin sehr lockere Geldpolitik unverändert die Kurse. Wegen der Folgen des US-Etatstreits dürfte die US-amerikanische Notenbank Fed nach Ansicht eines ihrer Führungsmitglieder den Fuß später vom geldpolitischen Gaspedal nehmen. Es werde "ein paar Monate" dauern, um sich nach dem beigelegten Haushaltszwist ein Bild von der Konjunktur zu machen, betonte der Chef der Fed von Chicago, Charles Evans, am Montag im Gespräch mit dem Sender CNBC.


Im weiteren Verlauf könnten aktuelle Daten vom US-Häusermarkt in den Fokus rücken. Auch einige Unternehmensnachrichten sorgten für Bewegung: so hat die weltgrößte Burger-Kette McDonald's im dritten Quartal trotz eines schwierigen Umfeldes mehr verdient als im Vorjahreszeitraum. Der Überschuss legte im dritten Quartal um fünf Prozent auf 1,52 Mrd. US-Dollar zu, wie die Schnellrestaurantkette mitteilte. Der Umsatz stieg um zwei Prozent auf 7,32 Mrd. Dollar und blieb damit etwas hinter den Erwartungen zurück. Die Aktien reagierten mit einem Minus von 1,50 Prozent.

Mit JPMorgan und Bank of America sehen sich gleich zwei Banken möglichen Strafzahlungen gegenüber. So droht der US-Großbank JPMorgan Medienberichten zufolge die höchste Vergleichszahlung der Wall-Street-Geschichte. Der Branchenprimus soll wegen fragwürdiger Hypothekengeschäfte aus der Zeit vor der Finanzkrise 13 Milliarden Dollar zahlen. Darauf hätten sich die Bank und das US-Justizministerium in Verhandlungen vorläufig geeinigt, berichteten mehrere US-Medien unter Berufung auf eingeweihte Personen. Die Beteiligten äußerten sich nicht offiziell.

Bei der Bank of America fordere die für Immobilienfinanzierung zuständige Aufsicht FHFA für die Beilegung zivilrechtlicher Ansprüche aus windigen Hypothekengeschäften mindestens sechs Milliarden Dollar, wie die "Financial Times" und die Nachrichtenagentur Bloomberg berichteten. Die Aktien der Bank of America gaben im frühen Handel um 0,85 Prozent nach. Für die Titel von JPMorgan ging es um 0,44 Prozent nach unten

Die französische Großbank Societe Generale hat Apple vor Quartalszahlen von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 500 auf 575 US-Dollar angehoben. Apple-Aktien zeigten sich bis dato um 1,57 Prozent befestigt.

Der Pharmahändler McKesson greift Kreisen zufolge nach einem Großteil des Geschäfts des Stuttgarter Konkurrenten Celesio. Die Amerikaner seien vor allem am Großhandelsgeschäft der Schwaben interessiert und könnten dies komplett übernehmen, erfuhr die Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX aus Unternehmenskreisen. Damit liegt nun eine neue Variante auf dem Tisch. Denn bis dato war nur bekannt, dass McKesson dem Mischkonzern Haniel dessen Mehrheitsanteil von gut 50 Prozent an Celesio abkaufen könnte. Anteilsscheine von McKesson zeigten sich leicht um 0,08 Prozent verbessert.