Dow_Absacker

US-Börsen starten mit Abschlägen in neue Woche

Der Dow Jones gab um 1,24 % nach. Im Fokus standen Bankenwerte und die IBM-Übernahme von Sterling Commerce.

Die New Yorker Aktienbörsen haben am Montag mit Abschlägen geschlossen. In den letzten Minuten des Handels beschleunigten sich die Abgaben noch rasch. Der Dow Jones Industrial Index fiel 126,82 Punkte oder 1,24 % auf 10.066,57 Einheiten. Der S&P-500 Index verlor 14,04 Punkte (minus 1,29 %) auf 1.073,65 Zähler verlor. Der Nasdaq Composite Index büßte um 15,49 Einheiten oder 0,69 %auf 2.213,55 Zähler ein.

Die überraschend guten US-Immobiliendaten sorgten am Nachmittag nur kurzfristig für eine Stimmungsaufhellung. Die positive Wirkung verpuffte rasch wieder. Letztlich überwogen die Sorgen um die Schuldenkrise in Europa, die sich durch die Rettung der spanischen Sparkasse CajaSur am Wochenende wieder verstärkt hatten. Bei dem Institut handle es sich zwar nur um eine spanische Regionalbank, dennoch unterstreiche die Meldung, dass es derzeit viele Risse im Finanzsystem gebe, wie es hieß. Es wurde von einem "Warnschuss" gesprochen.

Die Interbanken-Sätze waren erneut gestiegen, was als weiterer Indikator für die Unsicherheit im Finanzsystem gesehen werden kann. So kletterte der Drei-Monats-Libor - das ist der Zinssatz, den sich Banken untereinander verrechnen - erstmals seit Juli 2009 über 0,50 %. Bankenwerte gehörten in Folge zu den größten Verlierern. Bank of America sackten an letzter Stelle im Dow Jones 3,69 % auf 15,40 Dollar ab. JPMorgan standen dem mit Verlusten von 3,57 % auf 38,62 Dollar um nichts nach.

Als Ausnahme präsentierten sich dagegen Citigroup mit einem Aufschlag von 0,80 % auf 3,78 Dollar. Die Titel hatten von der Hochstufung von "Neutral" auf "Buy" durch Goldman Sachs profitiert. Im Verlauf lagen die Gewinne noch deutlich höher, in den letzten Minuten des Handels blieben aber auch die Citigroup-Aktien nicht von der Beschleunigung des Abwärtstrends verschont.

Das bessere Abschneiden des Technologieindex Nasdaq Composite führt sich auf die Zugewinne bei den Titeln von Apple und Google zurück, wodurch der Index gestützt wurde. Positive Analystenkommentare hatten für positive Stimmung für die Titel gesorgt.

Apple legten um 1,83 % auf 246,76 Dollar zu, nachdem Morgan Stanley das Kursziel von 275 auf 310 Dollar erhöht und die Empfehlung "Overweight" bekräftigt hatte. Zudem wurde bekannt, dass Unternehmenschef Steve Jobs am 7. Juni Neuigkeiten präsentieren werde. Google verbesserten sich um 1,08 % auf 477,16 Dollar. Die Citigroup hatte die Aktien des Internet-Konzerns in die Liste ihrer Top-Werte aufgenommen und die Kaufempfehlung bekräftigt.

Aktien von Sprint Nextel schnellten gar um 8,86 % auf 4,79 Dollar in die Höhe und waren damit der größte Gewinner im S&P-500 Index. Goldman Sachs hatte seine Anlageempfehlung für den Mobilfunkkonzern von "Neutral" auf "Buy" angehoben.