Dow Jones / NYSE

US-Börsen

Wall Street schließt mit Abschlägen

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Dow Jones fiel 60,92 Einheiten oder 0,46 Prozent auf 13.054,62 Zähler.

Die New Yorker Aktienbörse hat am Mittwoch kurz nach Handelsbeginn mit etwas tieferen Kursen tendiert. Bis 15.50 Uhr fiel der Dow Jones Industrial Index 60,92 Einheiten oder 0,46 Prozent auf 13.054,62 Zähler. Der S&P-500 Index verlor 4,10 Punkte oder 0,29 Prozent auf 1.386,68 Zähler. Der Nasdaq Composite Index verringerte sich leicht um 3,15 Punkte (minus 0,10 Prozent) auf 3.039,67 Einheiten.

Marktteilnehmer begründeten die etwas schwächere Tendenz im Frühhandel vor allem mit negativ aufgenommenen Quartalszahlen einiger Großkonzerne. Zuvor hatten in Europa schon anhaltende Sorgen um die Schuldensituation in Spanien die Kurse ins Minus gezogen. Die Euphorie nach einer gut aufgenommenen Geldmarktauktion vom Vortag wich schnell wieder der Furcht vor einer Emission längerfristiger Anleihen am Donnerstag. Zudem wiesen Marktteilnehmer darauf hin, dass die Bank of England anlässlich der Vorlage des Protokolls der letzten Notenbanksitzung von zunehmenden Inflationssorgen gesprochen hatte.

IBM hat im ersten Quartal dank seines Fokus auf Dienstleistungen und Software sowie niedrigerer Steuern ein deutliches Gewinnplus geschafft. Am Markt wurde jedoch auf eine leichte Enttäuschung beim Umsatzanstieg hingewiesen. Die Aktien verloren im frühen Geschäft 2,21 Prozent auf 202,87 Dollar.

Intel-Titel büßten 3,34 Prozent  auf 27,52 Dollar ein. Höhere Entwicklungsausgaben haben beim weltgrößten Chip-Hersteller im ersten Quartal zu einem Gewinnrückgang geführt, während der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahezu stagnierte. Zudem wurde der Margenausblick auf das zweite Quartal als enttäuschend gewertet.

Hingegen legten Aktien des Internet-Pioniers Yahoo um 2,27 Prozent  auf 15,35 Dollar zu, nachdem der Umbau beim angeschlagenen Konzern erste Wirkung zu zeigen scheint. Im ersten Quartal konnte das Urgestein der Branche den Abwärtstrend stoppen und den Umsatz um ein Prozent steigern, was über den Erwartungen lag.

Den Aktien des Ölförder-Dienstleisters Halliburton verhalfen Zahlen zu einem Kursanstieg um 3,31 Prozent auf 33,74 Dollar. Der Gewinn im ersten Quartal hatte davon profitiert, dass steigende Preise für Rohöl die Ölkonzerne zu mehr Förderungsaktivität in Nordamerika verleitet hatte.

Titel des LED-Produktionsanlagen-Herstellers Cree rutschten hingegen nach Vorlage von enttäuschenden Zahlen um deutliche 7,90 Prozent auf 29,38 Dollar ab. Unter den Bankwerten sanken Citigroup leicht um 0,11 Prozent auf 35,01 Dollar. 55 Prozent der Anteilseigner der Citigroup lehnten am Dienstag das Vergütungspaket der US-Großbank für ihr Top-Management ab.

Der Pharma-Konzern Pfizer steht einer Zeitung zufolge kurz davor, dem Schweizer Nahrungsmittel-Konzern Nestle sein Kindernahrungsgeschäft für mindestens neun Mrd. Dollar zu verkaufen. Wie das "Wall Street Journal" am Dienstag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtete, scheint Nestle sich gegen ein gemeinsames Gebot von Danone und Mead Johnson Nutrition durchgesetzt zu haben. Eine Einigung könnte in der kommenden Woche bekanntgegeben werden. Pfizer-Papiere notierten im Frühhandel 0,11 Prozent höher bei 22,33 Dollar.

Die Titel von Berkshire Hathaway rückten in den Blickpunkt, nachdem eine Erkrankung des Starinvestors Warren Buffett bekannt geworden war. "Die gute Nachricht ist, dass meine Ärzte mir gesagt haben, dass mein Zustand keineswegs lebensbedrohlich ist", schrieb er den Anteilseignern. Berkshires B-Aktien lagen 0,83 Prozent im Minus bei 80,09 Dollar.

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