Wiener Börse

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ATX schließt mit etwas festerer Tendenz

Der ATX stieg 11,83 Punkte oder 0,44 Prozent auf 2.691,78 Einheiten.

Die Wiener Börse hat die Sitzung am Donnerstag bei hohem Volumen mit höheren Notierungen beendet. Der ATX stieg 11,83 Punkte oder 0,44 Prozent auf 2.691,78 Einheiten.

Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund zwei Punkte über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.690 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr MEZ: Dow Jones/New York +0,60 Prozent, DAX/Frankfurt +1,32 Prozent, FTSE/London +0,57 Prozent und CAC-40/Paris +1,21 Prozent.

Festes Umfeld
In einem festeren europäischen Umfeld ging der heimische Index mit höheren Notierungen aus dem Handel. An der ATX-Spitze lag der Stromerzeuger EVN. Die Titel erzielten ein Plus von 7,91 Prozent bei 12,01 Euro. Die Deutsche EnBW hatte Mittwochabend verlautbart, dass das Sekundärangebot für den EVN-Anteil nicht fortgesetzt werde. Kurzfristig sei dieser Ausstieg positiv zu bewerten, da es zuvor Zweifel gegeben hatte, ob das EnBW-Aktienpaket im Markt platziert werden könnte, so eine Einschätzung aus Marktkreisen.

Ebenfalls mit einem Plus beendeten AT&S den heutigen Handelstag. Nach Vorlage schwarzer Zahlen für das erste Halbjahr 2010/2011 verteuerten sich die Papiere um 4,74 Prozent auf 13,25 Euro.

Beflügelt wurde der ATX unter anderem durch die heimischen Bankenwerte. Raiffeisen Bank zogen um 3,39 Prozent auf 41,20 Euro an, Erste Group konnten sich um 1,44 Prozent auf 32,31 Euro verteuern.

Größter Verlierer war am Donnerstag das Indexschwergewicht OMV. Der Ölkonzern veröffentlichte in der Früh sein Trading Statement für das dritte Quartal. In diesem rechnet OMV mit Nettosonderaufwendungen in Höhe von 250 Millionen Euro, welche zu einem Großteil auf Abschreibungen für die Felder in Strasshof und Kasachstan entfallen. Dort konnten die Entwicklung und die Produktionsmenge nicht den Erwartungen entsprechen. Für das Gesamtjahr 2010 erwartet OMV-Generaldirektor Wolfgang Ruttenstorfer jedoch, dass der Konzerngewinn "substantiell höher" sein wird als im Vorjahr.

Als erste Reaktion auf das Trading Statement bestätigten die Credit Suisse-Experten ihr Anlagevotum für OMV bei "underperform". Das Kursziel wurde ebenfalls bei 28,00 Euro beibehalten. OMV beendeten den Handelstag als größter Verlierer des ATX mit einem Minus von 4,33 Prozent auf 27,21 Euro.

Mit einem neuen Auftrag konnte Rosenberger auf sich aufmerksam machen. Die Aktien legten um 0,79 Prozent auf 30,74 Euro zu. Der Feuerwehrausstatter hatte zuvor von der UMW Group die Zusage für eine Lieferung von 21 Flughafenlöschfahrzeugen im Wert von 17,4 Mio. Euro an die Malaysia Airport Holding erhalten.