ATX verlor kurzfristig rund drei Prozent

Wiener Börse

ATX startet bei 2.737,05 Zählern im Plus

ATX hat mit 2.737,05 Punkten ein Plus von 23,73 Punkten bzw. 0,87 Prozent.

Die Wiener Börse hat sich am Mittwoch im frühen Handel bei hohem Anfangsvolumen mit freundlicher Tendenz gezeigt. Nach Ablauf der meisten Eröffnungsauktionen wurde der ATX um 9.45 Uhr mit 2.737,05 Punkten nach 2.713,32 Einheiten am Dienstag errechnet, das ist ein Plus von 23,73 Punkten bzw. 0,87 Prozent.

Die europäischen Aktienmärkte haben sich nach der Talfahrt der vergangenen Tag großteils etwas erholen können. Die meisten Börsenindizes notierten im Frühhandel im grünen Bereich, während der Tokioter Nikkei-225 ein klares Erholungsplus von 5,7 Prozent verzeichnete. Zwar habe sich die Lage an den Finanzmärkten momentan etwas entspannt, allerdings stehe auch der heutige Handelstag unter dem Eindruck des Erbebens in Japan und seinen Folgen, kommentierte ein Marktteilnehmer.

Die japanischen Atom-Katastrophe rückte die Blicke jüngst auf die internationalen Energieversorger. Während es für Aktien von Atomenergie-Unternehmen in den vergangenen Tagen rasant bergab ging, profitierten die Produzenten erneuerbarer Energie klar. In diesem Umfeld kletterten die Verbund-Anteile am Dienstag um nahezu zehn Prozent. Heute ging es um weitere 1,31 Prozent auf 28,98 Euro nach oben.

Gewinnmitnahmen setzten auch bei der EVN-Aktie noch nicht ein, sie legte um 3,70 Prozent auf 11,92 Euro zu. Zur Wochenmitte meldeten sich einige Analysten zu den Versorgern zu Wort. Die UniCredit erhöhte das Kursziel für die EVN bei einer Kaufempfehlung von 13,30 auf 15,20 Euro. Die Verbund-Titel wurden von der Societe Generale von "hold" auf "buy" hochgestuft, während die UniCredit ihr Kursziel von 25,60 auf 28,50 Euro erhöhte.

Die schwergewichtigen Stahlaktien der voestalpine konnten sich um klare 2,77 Prozent auf 30,09 Euro steigern. Am Vortag zählten die Papiere noch zu den größeren Verlierern mit einem Minus von mehr als vier Prozent. Die Aktie wurde von der Citigroup von "hold" auf "buy" angehoben. Die voest habe den Sektor bei den Ergebniszahlen übertrumpft, während die Entwicklung der Aktie dem Sektor hinterher hinke, so die Analysten.

Eine weitere Analystenstimme wurde zur Post bekannt. Dort haben die Wertpapierexperten der Deutschen Bank das Kursziel von 21 auf 23 Euro angehoben und die Anlageempfehlung "hold" bestätigt. Post-Titel legten um 3,06 Prozent auf 22,88 Euro zu.

Der ATX Prime notierte bei 1.318,36 Zählern und damit um 0,90 Prozent oder 11,73 Punkte höher. Im prime market zeigten sich 30 Titel mit höheren Kursen, sieben mit tieferen und keiner unverändert. In zwei Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung. Bis 9.45 Uhr wurden im prime market insgesamt 2.156.224 (Vortag: 4.535.377) Stück Aktien in Einfachzählung mit einem Kurswert von 50,569 (94,95) Mio. Euro (Doppelzählung) gehandelt.