ATX verlor kurzfristig rund drei Prozent

Wiener Börse

ATX startet leichter bei 2.863,73

Erste Group, OMV und Verbund liegen nach Bekanntgabe der Geschäftszahlen tiefer.

Die Wiener Börse hat sich am Donnerstag im frühen Handel bei gutem Anfangsvolumen mit leichterer Tendenz gezeigt. Nach Ablauf der meisten Eröffnungsauktionen wurde der ATX um 9.45 Uhr mit 2.863,73 Punkten nach 2.876,43 Einheiten am Mittwoch errechnet, das ist ein Minus von 12,7 Punkten bzw. 0,44 Prozent.

In einem freundlichen europäischen Börsenumfeld musste der ATX im Frühgeschäft ein kleines Minus hinnehmen. Vor allem die Kursverluste der Schwergewichte Erste Group, OMV und Verbund nach präsentierten Geschäftszahlen drückten auf den heimischen Leitindex.

Die Aktie der Erste Group hat auf die Vorlage von Erstquartalszahlen mit einem Rückgang von 2,02 Prozent auf 34,62 Euro reagiert und rutschte damit ans Ende der Kursliste im prime market-Segment der Wiener Börse. Die vorgelegten Zahlen wurden im Markt verhalten aufgenommen, nachdem die Analystenschätzungen verfehlt worden waren.

OMV-Papiere gaben nach Produktionszahlen um 0,66 Prozent auf 31,55 Euro nach. Wegen der seit Anfang März stillstehenden Ölförderung in Libyen hat der Energiekonzern im ersten Quartal deutlich weniger Erdöl und Erdgas produziert.

Quartalsergebnisse legte vor Handelseröffnung auch der Verbund vor. Die Papiere des Stromversorgers fielen um 0,77 Prozent auf 30,93 Euro. Der Verbund überraschte beim Umsatz positiv, verfehlte aber beim Nettogewinn die Analystenerwartungen, hieß es.

Strabag verbuchten hingegen ein Plus von 1,24 Prozent auf 22,39 Euro. Der Baukonzern steigerte seinen Gewinn im Geschäftsjahr 2010 trotz leicht verringerter Bauleistung. Die Dividende wird zudem von 0,50 auf 0,55 Euro je Aktie angehoben.

Raiffeisen streiften einen Kursgewinn von 0,64 Prozent auf 37,60 Euro ein. Unter den weiteren Schwergewichten verbesserten sich voestalpine um 0,45 Prozent auf 33,70 Euro. Telekom Austria befestigten sich um 0,24 Prozent auf 10,35 Euro.

Zumtobel ermäßigten sich nach einer Analysten-Abstufung um 0,50 Prozent auf 24,11 Euro. Die Spezialisten der Deutschen Bank nahmen ihr Anlagevotum für die Papiere des Leuchtenherstellers von "buy" auf "hold" zurück.

Der ATX Prime notierte bei 1.391,49 Zählern und damit um 0,35 Prozent oder 4,95 Punkte tiefer. Im prime market zeigten sich 20 Titel mit höheren Kursen, 14 mit tieferen und drei unverändert. In zwei Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung. Bis 9.45 Uhr wurden im prime market insgesamt 564.231 (Vortag: 515.607) Stück Aktien in Einfachzählung mit einem Kurswert von 22,227 (17,59) Mio. Euro (Doppelzählung) gehandelt.