ATX verlor kurzfristig rund drei Prozent

Wiener Börse

ATX startet unverändert bei 2.862,34

Der ATX wurde um 9.45 Uhr mit 2.862,34 Punkten errechnet.

Die Wiener Börse ist am Freitag praktisch unverändert zum Vortag in den Handel gestartet. Nach Ablauf der meisten Eröffnungsauktionen wurde der ATX um 9.45 Uhr mit 2.862,34 Punkten nach 2.862,60 Einheiten am Donnerstag errechnet, das ist ein Minus von 0,26 Punkten bzw. 0,01 Prozent.

Aktienhändler berichteten von einem ruhigen Frühhandel. Die meisten Kursbewegungen und Umsätze hielten sich in engen Bandbreiten. Im weiteren Tagesverlauf sei dabei eine leichte Erholung der Börse möglich. "Ich könnte mir noch ein leichtes Grün von der Tendenz her vorstellen", sagte ein Händler. Am Nachmittag dürfte dann vor allem die Eröffnung der US-Börsen die Richtung vorgeben. Insgesamt werden aber keine größeren Bewegungen mehr im Tagesverlauf erwartet. "Vor dem Wochenende werden nicht mehr viele reingreifen angesichts der Unsicherheiten in Libyen", hieß es am Markt.

Für Impulse sorgte in Wien weiter die laufende Berichtssaison. So ist die Aktie der Erste Group nach der Veröffentlichung der vorläufigen Jahresergebnisse der Bankengruppe mit Verlusten in den Handel gestartet. Bis 9.45 Uhr fiel die Erste-Aktie um 1,49 Prozent auf 37,44 Euro. "Einige Zahlen sind ein bisschen besser, einige andere etwas schlechter ausgefallen. Insgesamt gab es aber keine sonderlichen Überraschungen", sagte ein Aktienhändler.

"Vor allem der Ausblick ist sehr gut, weil bekanntgegeben wurde, dass sie keine Kapitalerhöhung brauchen, um die Staatsschulden zurückzuzahlen", so der Händler. Allerdings gibt es in einigen Ländern immer noch steigende Kreditvorsorgen, hieß es.

Am Markt dürften einige Anleger gemäß dem Motto "sell on good news" die Zahlen als Anlass zur Realisierung von Kursgewinnen genommen haben, vermutete ein Händler: "Vielleicht haben auch einige spekuliert, dass die Zahlen zum vierten Quartal noch besser kommen."

Warimpex büßten nach Vorlage von Ergebniszahlen 3,49 Prozent auf 2,60 Euro ein und waren damit der größte Kursverlierer im prime market. Der Hotel- und Immobilienentwickler hat die Gewinnzone vorläufigen Berechnungen zufolge 2010 erreicht. Nachdem der Konzern 2009 noch Nettoverluste in Höhe von 92,7 Mio. Euro erlitten hatte, schrieb er im Vorjahr bereits einen Gewinn von 3,7 Mio. Euro. "Die Warimpex-Zahlen sind gar nicht schlecht ausgefallen", sagte ein Händler.

Ein Plus bei allerdings sehr moderaten Umsätze sahen nach ihrer Zahlenvorlage BWT. Die Aktie stieg um 2,27 Prozent auf 20,25 Euro. Insgesamt waren die meisten Kursveränderungen gering. Größter Gewinner im prime market waren Sparkassen Immo (plus 3,38 Prozent auf 4,92 Euro). Strabag verloren 1,34 Prozent auf 20,31 Euro. Die Analysten der RCB haben ihre Einstufung der Aktie von "buy" auf "hold" gesenkt und ihr Kursziel von 23,50 Euro bestätigt.

Der ATX Prime notierte bei 1.383,61 Zählern und damit um 0,02 Prozent oder 0,27 Punkte höher. Im prime market zeigten sich 20 Titel mit höheren Kursen, 13 mit tieferen und keiner unverändert. In sechs Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung. Bis 9.45 Uhr wurden im prime market insgesamt 504.537 (Vortag:1.182.134) Stück Aktien in Einfachzählung mit einem Kurswert von 23,751 (30,05) Mio. Euro (Doppelzählung) gehandelt.