ATX Wiener Börse

Tiefere Notierungen

Wiener Börse geht leichter aus dem Handel

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Der ATX fiel um 9,88 Punkte oder 0,40 Prozent auf 2.468,51 Einheiten.

Die Wiener Börse hat den Handel am Mittwoch mit etwas tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel um 9,88 Punkte oder 0,40 Prozent auf 2.468,51 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund vier Punkte über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.465 Punkten.

Das europäische Umfeld zeigte sich indessen ohne klare Richtung. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -0,28 Prozent, DAX/Frankfurt +0,02 Prozent, FTSE/London +0,01 Prozent und CAC-40/Paris -0,12 Prozent.

In den Fokus rückten die Aktien des Verbund (minus 0,11 Prozent auf 14,10 Euro). Der Energiekonzern schließt aus Kostengründen fünf Kraftwerke. Temporär stillgelegt werden das Gas-Kombikraftwerk Mellach und die französischen Gas-Kombikraftwerke in Pont-sur-Sambre und Toul. Das Steinkohlekraftwerk Dürnrohr und das ölbefeuerte Fernheizkraftwerks Neudorf/Werndorf II werden hingegen endgültig geschlossen. Für den Erste Group-Analysten Thomas Unger kam diese Nachricht nicht überraschend. Die Auswirkungen der Schließungen auf das Verbund-Ergebnis seien derzeit aber noch nicht abschätzbar.

Die voestalpine eröffnet indessen in China ein neues Werk. In den nunmehr 22. chinesischen Standort sind Investitionen von über 20 Mio. Euro geflossen. Die Aktie zeigte sich um 0,28 Prozent leichter bei 33,74 Euro.

RHI legten in der Früh Zahlen zum ersten Quartal vor. Bei dem Feuerfestprodukte-Hersteller ist der Betriebsgewinn (Ebit) um 32 Prozent auf 33,6 Mio. Euro gesunken. Das Nettoergebnis gab um 13,2 Prozent zur Vorjahresperiode auf 19,8 Mio. Euro nach. Die Zahlen fielen damit etwas unter den Erwartungen aus, schreiben die Analysten der Baader Bank. RHI verloren klare 1,38 Prozent auf 24,65 Euro.

Vorläufige Quartalsergebnisse kamen von conwert. Das Immobilienunternehmen ist im ersten Quartal in die roten Zahlen gerutscht. Unterm Strich verschlechterte sich das Ergebnis infolge einer verpatzten Zinsspekulation gegenüber der Vorjahresperiode von plus 3,6 Mio. auf minus 5,9 Mio. Euro. Die endgültigen Zahlen für das erste Quartal werden am 28. Mai 2014 veröffentlicht. conwert schlossen um 0,31 Prozent tiefer bei 9,67 Euro.

Auch Palfinger waren mit minus 0,55 Prozent auf 26,90 Euro unter den Kursverlierern zu finden. Der Einstieg des chinesischen Baumaschinenherstellers Sany bei dem Kranhersteller ist nun endgültig unter Dach und Fach. Mit der heutigen Eintragung der Kapitalerhöhung sei die seit mehreren Monaten vorbereitete gegenseitige Verflechtung abgeschlossen, teilte das Unternehmen mit. Rund 10 Prozent an Palfinger gehören nun den Chinesen.

OMV erhielten Impulse durch neue Analystenstimmen. Die Experten der UBS haben ihr Kursziel für Titel des Mineralöl- und Gaskonzerns von 36,0 auf 32,0 Euro reduziert. Das Votum "Neutral" wurde bestätigt. Auch die Wertpapierspezialisten der Societe Generale haben ihr OMV-Kursziel von 36,7 auf 34,0 Euro gesenkt. Die Empfehlung "Hold" blieb unverändert. OMV büßten 0,78 Prozent auf 31,77 Euro ein.

Im Segment standard market auction der Wiener Börse waren Hirsch Servo mit plus 39,47 Prozent auf 7,69 Euro der größte Kursgewinner. Wie in der Früh bekannt wurde, bietet die österreichische Herz Beteiligungs Ges.m.b.H. im Rahmen eines Pflichtangebots 7,94 Euro je Aktie für sämtliche auf Inhaber lautende Stammaktien der Hirsch Servo.

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